Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor um 0,65 Prozent auf...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor um 0,65 Prozent auf 21.456,01 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel 0,89 Prozent auf 28.779,45 Einheiten. Der Shanghai Composite gewann hingegen leicht um 0,14 Prozent auf 3.106,42 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit positiven Vorzeichen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 36.746,44 Zählern mit plus 0,30 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gewann 0,28 Prozent auf 6.344,20 Einheiten.

Marktbeobachter verwiesen vor allem auf Konjunktursorgen. Die Börsen in Asien folgten damit zum Teil den negativen Vorgaben der US-Märkte. So schwächte sich das Wachstum der US-Wirtschaft nach Einschätzung der US-Notenbank Fed zu Jahresbeginn etwas ab. Zudem hatte die Beschäftigung in der Privatwirtschaft der USA im Februar laut Daten des Arbeitsmarktdienstleisters ADP überraschend schwach zugelegt. Und das US-Handelsbilanzdefizit hatte sich auf den höchstens Stand seit zehn Jahren ausgeweitet.

Analyst David Madden vom Broker CMC Markets begründete die Kursverluste auch mit fehlenden neuen Nachrichten zu den Zollverhandlungen zwischen den USA und China. Hoffnungen auf eine Beilegung des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits hatten die Aktienkurse in den vergangenen beiden Monaten beflügelt.

Mit einer massiven Entlastung seiner Unternehmen will Chinas Regierung das langsamere Wachstum ankurbeln und den Arbeitsmarkt stabilisieren. Obwohl die Steuerlast und die Sozialabgaben um fast zwei Billionen Yuan (rund 263 Milliarden Euro) gesenkt werden, rechnet Finanzminister Liu Kun aber nicht mit allzu großen Löchern in der Staatskasse. Das Budgetdefizit werde in diesem Jahr nur von 2,6 Prozent auf 2,8 Prozent im Vergleich zur Wirtschaftsleistung steigen.