Sechs irakische Milizionäre in Hinterhalt bei Mosul getötet

Mosul (Mossul) (APA/AFP) - Bei einem Hinterhalt im Nordirak sind sechs Milizionäre getötet und 31 weitere verletzt worden. Unbekannte Angrei...

Mosul (Mossul) (APA/AFP) - Bei einem Hinterhalt im Nordirak sind sechs Milizionäre getötet und 31 weitere verletzt worden. Unbekannte Angreifer hätten am Mittwochabend auf einer abgelegenen Straße zwischen Mosul (Mossul) und Machmur einen Konvoi der Hashed-al-Shaabi-Miliz attackiert, teilte das Medienzentrum des paramilitärischen Verbands am Donnerstag mit.

Die Kämpfer seien unbewaffnet gewesen, da sie auf dem Weg in den Urlaub waren. Es sei der erste derartige Angriff seit der Befreiung der Region von der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) 2017, sagte der örtliche Beamte Reskar Mohammed der Nachrichtenagentur AFP. Sie hätten bereits die Sicherheitskräfte gewarnt, dass die weitläufige Gegend nicht völlig von feindlichen Kämpfern befreit worden sei. Nach dem Angriff würden die Sicherheitskräfte die Gegend nun nach den Angreifern durchsuchen, sagte Mohammed.

Die irakische Regierung hatte im Dezember 2017 den Sieg über die IS-Miliz erklärt, die 2014 große Gebiete im Norden und Zentrum des Landes in ihre Gewalt gebracht hatte. Es bleiben jedoch noch viele Schläferzellen aktiv, die immer wieder Anschläge verüben und die Sicherheitskräfte attackieren. Zudem besteht die Sorge, dass IS-Kämpfer vor der Offensive auf die letzte IS-Bastion in Ostsyrien über die Grenze in den Irak fliehen.