AK-Wahl - Grüne wollen in Wien mit Öllinger zweiten Platz schaffen

Wien (APA) - In rund zwei Wochen startet in Wien die Arbeiterkammer-Wahl. Die grüne Fraktion AUGE/UG (Alternative, Grüne und Unabhängige Gew...

Wien (APA) - In rund zwei Wochen startet in Wien die Arbeiterkammer-Wahl. Die grüne Fraktion AUGE/UG (Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen) startet nun in den Intensivwahlkampf. Personell punkten will sie mit Karl Öllinger. Der bekannte Ex-Nationalratsabgeordnete der Grünen kandidiert auf dem vierten Listenplatz und gab am Donnerstag auch gleich das Ziel aus, diesmal Platz 2 zu schaffen.

„Wir wollen zweitstärkste Fraktion werden“, meinte Öllinger, der bis 2017 für die Ökopartei im Parlament gesessen war, in einer Pressekonferenz. 14 Mandate oder 7,93 Prozent erreichte die AUGE/UG 2014. Damit lag man auf dem vierten Platz - hinter der roten FSG (110 Mandate/58,73 Prozent), dem schwarzen ÖAAB-FCG (19 Mandate/10,34 Prozent) und den Freiheitlichen Arbeitnehmern (17 Mandate/9,03 Prozent).

Das „Problem“ aus Sicht der AUGE/UG: In Wien kandidiert auch beim anstehenden Urnengang wieder eine zweite Liste mit dem Wort „Grün“ im Namen - nämlich die Grünen Arbeitnehmer. Und diese schafften vor fünf Jahren 4,69 Prozent oder acht Mandate.

AUGE/UG-Spitzenkandidatin Klaudia Paiha warb für ihre Fraktion als die einzige in der Arbeiterkammer, welche die Themen Klimaschutz, Verteilungsgerechtigkeit sowie Demokratie und Menschenrechte gleichwertig behandle. Als Forderungen nannte sie u.a. einen Mindestlohn von 1.750 Euro oder eine 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich.

Für ihn bedeute das Antreten bei der Wiener AK-Wahl ein „Back to the Roots“, erinnerte Öllinger - bis 2017 für die Grünen als Sozialsprecher im Parlament - an seine Zeit als AK-Rat vor 30 Jahren. „Ich kandidiere gerne, weil ich nicht zuschauen kann, wie diese Bundesregierung sozialstaatliche Errungenschaften zu beschädigen versucht“, begründete er sein Engagement. Diesbezüglich habe die Arbeiterkammer nicht nur eine starke Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmern, sondern gegenüber der gesamten Zivilgesellschaft.

Die Wiener AK-Wahl startet am 20. März und endet am 2. April. 730.000 Wahlberechtigte können bei einer der 13 antretenden Gruppierungen ihr Kreuzerl machen und so über die künftige Zusammensetzung des Kammerparlaments mit 180 Mandaten bestimmen. Votieren kann man entweder in öffentlichen Wahllokalen, per Briefstimme oder im eigenen Betrieb.