Europas Leitbörsen zu Mittag einheitlich im Minus
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag zu Mittag einheitlich mit Kursverlusten tendiert. Der Euro-Stoxx...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag zu Mittag einheitlich mit Kursverlusten tendiert. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,35 Prozent auf 3.312,91 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.15 Uhr mit 11.519,55 Punkten und minus 0,59 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor um 0,56 Prozent und steht nun bei 7.156,03 Stellen.
Belastend wirkten laut Marktbeobachtern vor allem Sorgen um die US-Konjunktur. Laut der US-Notenbank Fed schwächte sich das Wachstum der US-Wirtschaft zum Jahresbeginn ab. Von der EZB wird in Kürze ebenfalls eine Abwärtsrevision für die Prognosen des Wirtschaftswachstums in der Eurozone erwartet. Daher rücken am Nachmittag ab 14:30 Uhr die Aussagen des Notenbankpräsidenten Mario Draghi zur weiteren Geldpolitik in den Blick.
Ein Branchenvergleich in Europa zeigte den Autosektor erneut etwas unter Verkaufsdruck. Belastend wirkten unter anderem der Kursverlust der Daimler-Aktie von 2,4 Prozent und von BMW mit minus 2,0 Prozent nach Abstufungen durch das Bankhaus Lampe. Die Experten senkten das Votum für Daimler auf „Halten“ und für BMW auf „Verkaufen“. Ein Händler verwies zudem auf den Kurseinbruch des japanischen Chip-Herstellers für die Autoindustrie Renesas. Das Unternehmen will die Produktion drosseln und begründete dies mit einer schwachen Nachfrage aus China.
Der europäische Index der Rohstoffwerte verlor ebenfalls deutlich, maßgeblich beeinflusst durch eine Verkaufsempfehlung des FTSE-gelisteten Unternehmens Rio Tinto durch die französische Bank Societe Generale. Die Aktie des britischen Minenkonzerns brach in London um mehr als 7 Prozent ein. Zudem leiden Rohstoffwerte oftmals überdurchschnittlich unter Konjunkturängsten.
Zu den größeren Gewinnern zählten hingegen einige Versorgerwerte. So präsentierten sich im Euro-Stoxx-50 die Anteilsscheine von Iberdrola mit einem Kursanstieg um 1,4 Prozent und Enel konnten sich um 0,9 Prozent steigern.
In Zürich schwächten sich die Aktien von LafargeHolcim um 0,6 Prozent ab. Der Baustoffkonzern hat seine Ziele im vergangenen Jahr erreicht. Der Umsatz stieg dank einer höheren Nachfrage nach Zement und Transportbeton um 1,6 Prozent. Auf vergleichbarer Basis lag das Plus bei 5,1 Prozent. Wichtige Treiber waren verstärkte öffentliche Infrastrukturausgaben in Ost- und Mitteleuropa und die Belebung im Wohnungsbau.
Die Aktien der Deutschen Post haben anfängliche Kursverluste vollständig wieder aufgeholt und lagen zuletzt 0,1 Prozent im Plus. Der Konzern will den operativen Gewinn (Ebit) von zuletzt knapp 3,2 Milliarden Euro auf 3,9 bis 4,3 Milliarden im laufenden Jahr steigern.
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