Atomenergie: ÖVP-Mandl will grenzüberschreitende Anrainerbeteiligung

Brüssel (APA) - Der ÖVP-Europaabgeordnete Lukas Mandl hat sich für eine grenzüberschreitende Anrainerbeteiligung für die Errichtung von Atom...

Brüssel (APA) - Der ÖVP-Europaabgeordnete Lukas Mandl hat sich für eine grenzüberschreitende Anrainerbeteiligung für die Errichtung von Atommüll-Endlager ausgesprochen. Die tschechische Regierung sei auf der Suche nach solchen Standorten nur wenige Kilometer von der niederösterreichischen Grenze entfernt.

Mandl sagte am Donnerstag, Prag wolle bis zu 100 Tonnen gefährliche radioaktive Abfälle in mehreren hundert Metern Tiefe lagern. Von einer allfällig austretenden radioaktiven Strahlung wären auch Bewohner in den benachbarten österreichischen Regionen im Waldviertel, Weinviertel und Mühlviertel betroffen.

Der ÖVP-Europamandatar verlangt in einer parlamentarischen Anfrage an die EU-Kommission eine grenzüberschreitende Anrainerbeteiligung. So solle die Brüsseler Behörde sagen, ob die Kommission konkrete Einspruchsrechte für benachbarte Mitgliedsstaaten beim Bau von Atommüllendlagern schaffen wolle, ob es konkrete Sicherheitsvorgaben geben soll, die über die bisherigen Mindeststandards hinausgingen.

Schließlich sollte ein zwingender Mindestabstand von 100 Kilometern zwischen einem möglichen Atommüllendlager und der Grenze eines Nachbarlandes verbindlich vorgeschrieben werden.