Riedenhof und Gesfö - Endbericht zu Pannonia liegt vor
Eisenstadt (APA) - In der Causa rund um mutmaßlich zu niedrige Zahlungen an das Land Burgenland bei der Aberkennung der Gemeinnützigkeit von...
Eisenstadt (APA) - In der Causa rund um mutmaßlich zu niedrige Zahlungen an das Land Burgenland bei der Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Wohnbaugesellschaften liegt der Endbericht zur Gesellschaft Pannonia vor. Die Differenz zwischen dem Prüfgutachten und dem ursprünglichen Bewertungsgutachten mache demnach „einen hohen Millionenbetrag“ aus, berichtete Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) am Donnerstag im Landtag.
Aus dem Prüfbericht, den er am Mittwoch zum ersten Mal gesehen habe, ergebe sich ein Differenzbetrag von etwa 55 Mio. Euro, sagte Dorner auf Nachfrage des ÖVP-Mandatars Markus Ulram. „Der Verdacht liegt nahe, dass es um diesen Betrag geht“, so der Landesrat. Die Staatsanwaltschaft werde weiter aufklären, ob man richtig liege mit diesem Prüfbericht, „ob der Prüfbericht rechtens ist oder nicht“.
Es gebe unterschiedliche Ansichten in der Bewertung der Bilanzen, es gebe unterschiedliche Ansichten, was Verkehrswerte betreffe. „Das gilt es jetzt aufzuklären“, genau deshalb sei der Prüfbericht in Auftrag gegeben worden, stellte Dorner fest. Die Überprüfung, mit der eine Anwaltskanzlei beauftragt wurde, sei Anfang Februar eingeleitet worden.
Eine Sachverhaltsdarstellung werde an die Staatsanwaltschaft übermittelt, man warte auf die Ergebnisse: „Es geht um Steuergelder, das ist klar und ich glaube, es ist unser aller Interesse, hier eine lückenlose Aufklärung anzustreben“, sagte Dorner.
Aus Büro des Landesrates hieß es auf APA-Anfrage, der Endbericht werde gerade genau geprüft. Bei den angenommenen 55 Mio. Euro handle es sich um eine grobe Schätzung.
Die Landtagssitzung war für Dorner sowie auch die Landesräte Christian Illedits und Daniela Winkler eine Premiere: Alle drei stellten sich als Mitglieder des Regierungsteams von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) erstmals den Fragen der Abgeordneten.