5G-Frequenzauktion - Drei-Chef Trionow kritisiert Auktionsdesign

Wien (APA) - Bei der Versteigerung für neue 5G-Mobilfunkfrequenzen im Bereich 3,4 bis 3,8 GHz hat Hutchison Drei Austria zehn landesweite Fr...

Wien (APA) - Bei der Versteigerung für neue 5G-Mobilfunkfrequenzen im Bereich 3,4 bis 3,8 GHz hat Hutchison Drei Austria zehn landesweite Frequenzblöcke über 100 MHz zu einem Preis von 51,9 Mio. Euro erworben. „Schwächen des Auktionsdesigns haben dazu geführt, dass einzelne Akteure Preise in Regionen, in denen kein ernsthaftes Interesse bestand, in die Höhe getrieben haben“, kritisiert Drei-Chef Jan Trionow.

„Wovor wir vor Auktionsbeginn ausdrücklich gewarnt haben, ist leider eingetreten“, sagte Trionow am Donnerstag in einer Aussendung. „Nachdem schon die letzte Auktion im Jahr 2013 von unnötiger Preissteigerung aufgrund des Auktionsdesigns geprägt war, sollten für zukünftige Auktionen endlich konsequent die Lehren gezogen werden.“ Nach derzeitiger Planung sollen die nächsten Frequenzbänder - 700, 1.500 und 2.100 MHz - im ersten Quartal 2020 versteigert werden.

Das regionale Vergabeverfahren sei auch dafür verantwortlich, dass nicht das gesamte Spektrum landesweit vergeben wurde, kritisierte der Drei-Chef. Die wertvollen Frequenzressourcen könnten daher nicht vollständig effizient eingesetzt werden. Trionow geht davon aus, dass der Frequenzerwerb durch vier regionale Unternehmen zu einem noch härter umkämpften österreichischen Mobilfunkmarkt führen wird.

Die Hutchison Drei Austria GmbH ist eine 100-Prozent-Tochter der CK Hutchison Holdings Limited (Hongkong). In Österreich hat Drei nach eigenen Angaben rund 3,8 Millionen Kunden und hat im ersten Halbjahr 2018 rund 427 Mio. Euro Umsatz gemacht.

~ WEB http://www.drei.com ~ APA300 2019-03-07/13:17