Neues Zentrum für Digitaltechnik an der FH Technikum Wien eröffnet

Wien (APA) - Ein neues Josef Ressel-Zentrum wurde am Donnerstag an der Fachhochschule (FH) Technikum Wien eröffnet. Es widmet sich sogenannt...

Wien (APA) - Ein neues Josef Ressel-Zentrum wurde am Donnerstag an der Fachhochschule (FH) Technikum Wien eröffnet. Es widmet sich sogenannten „Field-Programmable Gate Arrays“ (FPGAs). Dabei handelt es sich um „innovative Plattformen für elektronische Systeme“, so auch der Name des neuen Zentrums, das in den nächsten fünf Jahren mit den Unternehmensparnern Elektrobit, Kapsch, Oregano Systems kooperiert.

FPGAs sind nach der Chipfertigung programmierbare Halbleiter-Bauelemente, die vom oder beim Anwender konfiguriert werden können. Marktstudien sehen in den nächsten Jahren einen weiter steigenden Bedarf dieser flexiblen Mikroelektronik, heißt es in einer Aussendung der Fachhochschule. Gerade für KMU-dominierte Länder wie Österreich eröffne die FPGA-Technologie die Möglichkeit zur Realisierung komplexer Elektronik, auf teure anwendungsspezifische Schaltkreise (ASICs) könne damit verzichtet werden.

Unter der Leitung von Peter Rössler vom Institut für Embedded Systems der FH Technikum Wien sollen am Ressel-Zentrum neue Entwurfsmethoden, Möglichkeiten zur Minimierung des Stromverbrauchs und Aspekte bei der Realisierung sicherheitskritischer Systeme mittels FPGAs untersucht werden. Eingesetzt werden die Bauelemente in der Automobilelektronik und -diagnose, der Automatisierungstechnik, bei elektronischen Mautsystemen, der hochgenauen Synchronisation von Uhren sowie in vielen Anwendungen im Bereich der Artificial Intelligence, Industrie 4.0 oder des Internet-of-Things.

Josef Ressel-Zentren werden vom Wirtschaftsministerium über die Christian Doppler-Gesellschaft gefördert. Als Vorbild für dieses auf Fachhochschulen zugeschnittene Programm dienen die Christian Doppler-Labors, wo Universitäten mit Unternehmen zusammenarbeiten.

(SERVICE - https://www.cdg.ac.at/)