EU-Einigung zu gegenseitiger Hilfe bei Katastrophen verabschiedet
Brüssel (APA/AFP) - Die Mitgliedstaaten der EU haben am Donnerstag endgültig eine Neuregelung ihrer Zusammenarbeit in Katastrophenfällen ver...
Brüssel (APA/AFP) - Die Mitgliedstaaten der EU haben am Donnerstag endgültig eine Neuregelung ihrer Zusammenarbeit in Katastrophenfällen verabschiedet. Es werde eine zusätzliche Reserve für Einsatzmittel geschaffen, um etwa bei Waldbränden, Industriekatastrophen oder Atomunglücken die nationalen Einsatzkräfte zu unterstützen, erklärte der Rat der Mitgliedstaaten in Brüssel.
Europas Katastrophenschutz funktioniert bisher auf freiwilliger Basis durch gegenseitige Unterstützung der Mitgliedstaaten. Die EU-Kommission verwies darauf, dass dieser Ansatz dazu führe, dass es etwa bei Waldbränden im Sommer immer wieder zu Verzögerungen kommt, weil nur wenige Länder über Löschflugzeuge verfügen und diese häufig selbst benötigten.
Die neue Reserve soll die nationalen Reserven ergänzen und gewährleisten, dass vorhandene Einsatzmittel effizienter genutzt werden. Noch in diesem Sommer soll sie einsatzbereit sein. Das ursprüngliche Vorhaben, einen eigenen EU-Katastrophenschutz zu schaffen, war gescheitert.