EU-Wettbewerbshüter leiten bei E.ON-Innogy-Deal vertiefte Prüfung ein
Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Die EU-Wettbewerbshüter nehmen die in Deutschland geplante Übernahme der RWE-Tochter Innogy durch den Energierie...
Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Die EU-Wettbewerbshüter nehmen die in Deutschland geplante Übernahme der RWE-Tochter Innogy durch den Energieriesen E.ON genauer unter die Lupe. Es gebe Bedenken, dass das Vorhaben den Wettbewerb im Strom- und Gaseinzelhandel beeinträchtigen könne, erklärte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel. Eine vertiefte Prüfung werde daher eingeleitet.
„Privat- und Geschäftskunden in Europa müssen Strom und Gas zu wettbewerbsfähigen Preisen beziehen können“, sagte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Die Untersuchung solle gewährleisten, dass die Übernahme keine Preiserhöhungen nach sich ziehe.
Die beiden Energieriesen RWE und E.ON haben einen umfangreichen Austausch von Geschäftsfeldern vereinbart. E.ON will die Strom- und Gasnetze sowie das Endkundengeschäft der RWE-Tochter Innogy übernehmen. Im Gegenzug erhält RWE die erneuerbaren Energien von E.ON sowie Innogy und wird zudem mit knapp 16,7 Prozent an E.ON beteiligt. Den RWE betreffenden Teil des Geschäfts hatten die EU-Kommission und das deutsche Bundeskartellamt bereits ohne Auflagen genehmigt.
~ ISIN DE000ENAG999 DE0007037129 DE000A2AADD2 WEB http://www.eon.com/
https://www.innogy.com/ ~ APA457 2019-03-07/16:17