Atlantia: Brückeneinsturz in Genua kostete 371 Mio. Euro

Rom/Genua (APA) - Der Einsturz der Autobahnbrücke „Morandi“ in Genua, bei der am 14. August 43 Menschen ums Leben gekommen sind, hat den Gew...

Rom/Genua (APA) - Der Einsturz der Autobahnbrücke „Morandi“ in Genua, bei der am 14. August 43 Menschen ums Leben gekommen sind, hat den Gewinn des italienischen Infrastruktur-Investors Atlantia mit 371 Millionen Euro belastet. Dies teilte Atlantia in einer Presseaussendung am Donnerstag mit.

Diese Summe sei das Ergebnis der fehlenden Einnahmen durch Maut, Kosten für den Abbau der Brücke und für die Entschädigung der Verletzten und Familienangehörigen der Todesopfer, berichtete der an der Mailänder Börse notierte Konzern, an dem die Unternehmerfamilie Benetton maßgeblich beteiligt ist. Das Unternehmen lässt die Zwischendividende zum ersten Mal seit 2013 ausfallen.

Atlantia betreibt über 5.000 Autobahnkilometer - vor allem in Italien, wo das Unternehmen 51 Prozent des Verkehrsnetzes kontrolliert - aber auch in Brasilien, Indien, Chile und Polen. Außerdem ist der Konzern seit 2013 auch im Luftverkehrsbereich aktiv und hält Beteiligungen an den Flughäfen Fiumicino und Ciampino in Rom und drei weiteren in Frankreich. Atlantia gehört selbst außerdem zum Benetton-Clan, die italienische Industriellenfamilie ist mit 30 Prozent größter Aktionär. Der Umsatz des Konzerns liegt bei rund sechs Milliarden Euro.

~ WEB http://www.benettongroup.com/ ~ APA473 2019-03-07/16:53