Eurofighter-U-Ausschuss - Chefverhandler schließt Manipulation aus

Wien (APA) - Der frühere Eurofighter-Chefverhandler des Verteidigungsministeriums, Edwin Wall, hat die im Untersuchungsausschuss aufgetaucht...

Wien (APA) - Der frühere Eurofighter-Chefverhandler des Verteidigungsministeriums, Edwin Wall, hat die im Untersuchungsausschuss aufgetauchten Verdächtigungen zurückgewiesen: „Ich schließe aus, dass ich irgendetwas manipuliert habe“, sagte Wall am Donnerstag der APA. Auch das behauptete Treffen mit einem Airbus-Manager habe es nicht gegeben.

Wenn er den Vertrag bearbeitet habe, seien stets die Revision des Ministeriums und die Finanzprokuratur eingebunden gewesen, sagte der pensionierte Beamte. Was das behauptete Treffen mit einem Airbus-Manager kurz vor Vertragsabschluss angeht, meinte Wall, dieses habe nicht stattgefunden. Möglicherweise habe sich der Betreffende um ein Jahr geirrt.

Die Änderung des Vertragstextes am Wochenende vor der Unterzeichnung wäre nach Walls Schilderung schon vom Ablauf her unmöglich gewesen. Der Vertrag sei zu diesem Zeitpunkt bereits „gestempelt und gesiegelt“ gewesen, außerdem hätte er den Text auch in allen Computersystemen ändern müssen. Er wisse nicht, wie man sich so etwas überhaupt vorstellen könne, meinte Wall. Von der Staatsanwaltschaft befragt wurde Wall nach eigenen Angaben übrigens als Zeuge und nicht als Beschuldigter.