Wiener Börse
Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit deutlichen Verlusten geschlossen. Der ATX fiel satte 38,26 Punkte oder 1,27 Prozent auf ...
Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit deutlichen Verlusten geschlossen. Der ATX fiel satte 38,26 Punkte oder 1,27 Prozent auf 2.974,51 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 23 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.998,00 Punkten.
Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,77 Prozent, DAX/Frankfurt -0,73 Prozent, FTSE/London -0,68 Prozent und CAC-40/Paris -0,47 Prozent.
In einer schwachen internationalen Börsenlandschaft absolvierte der heimische Aktienmarkt einen tiefroten Handelstag. Für Verkaufsdruck sorgten international unter den Anlegern gestiegenen Konjunktursorgen. Die EZB geht heuer von einem wesentlich schwächeren Wirtschaftswachstum aus.
Wie ihr Präsident Mario Draghi in Frankfurt sagte, sei im laufenden Jahr nur mit einem Wachstum von 1,1 Prozent in der Eurozone zu rechnen. Bisher hatte die Schätzung 1,7 Prozent betragen. Bereits am Vorabend verwies die US-Notenbank auf eine nachlassende Konjunkturdynamik in der weltgrößten Volkswirtschaft, den USA.
Zur Wiener Börse lag auf Unternehmensebene eine sehr dünne Meldungslage vor. Unter den Einzelwerten mussten AT&S und Lenzing mit Abschlägen von jeweils etwas mehr als vier Prozent die deutlichsten Verluste hinnehmen.
Mindestens dreiprozentige Kursabschläge gab es jeweils bei Wienerberger, FACC, Andritz, Erste Group und Zumtobel zu sehen. Klar gegen den sehr schwachen Trend konnten sich hingegen Verbund (plus 3,1 Prozent), CA Immo (plus 1,6 Prozent) und Telekom Austria (plus 1,5 Prozent) stemmen.
KapschTrafficCom schlossen mit minus 1,3 Prozent bei 33,10 Euro. Die Büros des Mautanbieters in Prag wurden heute Früh von der Polizei durchsucht - das hat ein Kapsch-Sprecher der APA bestätigt. Über die Hintergründe der Polizeiaktion könne man vorerst noch nichts sagen, so der Sprecher.
Die UBM-Aktie zeigte sich nach Zahlenvorlage mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent auf 36,90 Euro. Der Immobilienentwickler konnte laut vorläufigen Ergebnissen seine Gesamtleistung 2018 um rund ein Fünftel auf 900 Mio. Euro steigern. Die Analysten von der Baader Bank schreiben in einer ersten Einschätzung von starken Ergebnissen. Der Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen der Experten. „2018 wahrlich ein Rekordjahr“, formulierte ein Baader-Analyst.
~ ISIN AT0000999982 ~ APA519 2019-03-07/18:02