TÜV Süd prüft mögliche Versäumnisse bei Damm-Katastrophe in Brasilien
München (APA/dpa) - Sechs Wochen nach dem verheerenden Dammbruch in Brasilien mit mehr als 180 Toten prüft das deutsche Unternehmen TÜV Süd ...
München (APA/dpa) - Sechs Wochen nach dem verheerenden Dammbruch in Brasilien mit mehr als 180 Toten prüft das deutsche Unternehmen TÜV Süd mögliche Versäumnisse bei dem Unglück und schließt Konsequenzen nicht aus. Dies teilte eine Unternehmenssprecherin mit, nachdem „Spiegel online“ am Donnerstag berichtet hatte, dass ein brasilianischer Staatsanwalt dem Dienstleister Versäumnisse bei der Prüfung des Damms vorwirft.
„Mit Unterstützung eigener und externer Experten untersucht die TÜV Süd AG ihre internen Prozesse sowie mögliche Ursachen für den tragischen Dammbruch in Brumadinho, Brasilien“, hieß es. Das Dienstleistungsunternehmen aus München hatte den Damm an einer Eisenerzmine im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten des südamerikanischen Landes im vergangenen Jahr zwei Mal geprüft.
Mindestens ein TÜV-Ingenieur soll Zweifel an der Stabilität des Damms angemeldet haben, wie schon früher bekanntgeworden war. Der Damm war am 25. Jänner gebrochen und hatte eine Schlammlawine ausgelöst, die mindestens 186 Menschen tötete. Rund 120 Menschen gelten noch immer als vermisst. „Sollten die Untersuchungen ein Fehlverhalten von TÜV-Süd-Mitarbeitern zeigen, wird die TÜV-Süd-AG die notwendigen Konsequenzen ziehen“, hieß es nun in der schriftlichen Stellungnahme.