2018 mehr Gewinn bei Hypo NOE - Dividende ans Land bleibt gleich

Wien/St. Pölten (APA) - Die Hypo NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 mehr Gewinn geschrieben...

Wien/St. Pölten (APA) - Die Hypo NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 mehr Gewinn geschrieben als ein Jahr davor. Der Konzernüberschuss nach Steuern war mit 36,4 Mio. Euro um ein Viertel höher als 2017. Für den Eigentümer, das Land Niederösterreich, bleibt die Ausschüttung aber gleich.

Auf Ebene der Aktiengesellschaft steht für 2018 ein Jahresüberschuss von 25,2 Mio. Euro (2017: 16,9 Mio. Euro) in der Bilanz. Nach Rücklagendotierung und Zurechnung von Gewinnvorträgen verblieb ein in etwa unveränderter Reingewinn von 8,57 Mio. Euro. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 3,5 Millionen Euro zu zahlen, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Bilanz.

Für 2017 hatte die Hypo ebenfalls 3,5 Millionen Dividende an das Land gezahlt. Für 2016 waren es 7 Millionen gewesen; damals hatte aber vor allem die Umschuldung von Heta-Papieren für einen satten Einmaleffekt von gleich 60 Millionen Euro in der Bilanz gesorgt. Nach Bank-Angaben liegt das Ergebnis 2018 deutlich über Plan und auch über dem mehrjährigen Durchschnitt.

Die Hypo Niederösterreich (1888 gegründet, Konzern-Bilanzsumme 2018: 14,1 Mrd. Euro) ist die älteste und eine der größten Landeshypos in Österreich, sie betreibt 27 Geschäftsstellen in Niederösterreich und Wien. 54 Prozent der Geschäftstätigkeit werden direkt mit der öffentlichen Hand abgewickelt. Mit 1,4 Mrd. Euro seien in Summe mehr neue Kredite vergeben worden als im Jahr davor, teilte die Bank heute mit. Die ohnedies niedrige Ausfallsquote wurde weiter reduziert, damit kam der Anteil an notleidenden Krediten (NPL-Quote) bei 1,4 Prozent zu liegen.

Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes sei der Zinsüberschuss im Jahr 2018 um 2,8 Prozent auf 111,9 Mio. Euro gestiegen, leicht rückläufig war das Provisionsergebnis.

Robuster als je zuvor sei die Kapitalposition, erklärten Wolfgang Viehauser, Sprecher des Vorstands, und sein Kollege Udo Birkner am Freitag in einer Aussendung. Die harte Kernkapitalquote wird mit 21 Prozent beziffert. Ein seit drei Jahren laufendes Effizienzsteigerungsprogramm („Zukunftsfit 2020“) werde konsequent abgearbeitet; damit habe man den Verwaltungsaufwand in den vergangenen beiden Jahren um über 12 Prozent signifikant reduzieren können.

Nach dem Rücktritt des langjährigen Vorstandschefs Peter Harold im November wird die Bank von einem Zweiervorstand geführt. Im Ausblick auf 2019 werden vom Management weitere Effizienzsteigerungen angekündigt. Zu Jahresende 2018 lag die Kosten-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio) bei 67 Prozent.

~ WEB http://www.hyponoe.at/gruppe ~ APA144 2019-03-08/10:09