Androsch erweitert „Vivamayr“-Kurhotel in Maria Wörth um Mentalklinik

Maria Wörth (APA) - Das Vivamayr Kurhotel in Maria Wörth wird groß ausgebaut. Die Eigentümer um Hannes Androsch und seinen Sohn Gregor Roths...

Maria Wörth (APA) - Das Vivamayr Kurhotel in Maria Wörth wird groß ausgebaut. Die Eigentümer um Hannes Androsch und seinen Sohn Gregor Rothschedl investieren in den kommenden Jahren insgesamt 30 Mio. Euro in den Bau einer auf mentale Gesundheit spezialisierten Privatklinik. Noch einmal so viel soll anschließend in den Neubau des bestehenden, auf Entgiftung und Entschlackung spezialisierten Kurhotels fließen.

Grundstückskäufe und Tauschgeschäfte, auch mit der Gemeinde, machten es möglich, dass in der kleinen, auf eine Halbinsel im Wörthersee hinausführenden Ortschaft mit dem charakteristischen Kirchlein, das Gelände des Komplexes von aktuell 10.000 Quadratmetern um rund 12.000 Quadratmeter erweitert werden kann. Auch eine öffentliche Straße soll dafür verlegt werden. Im Abtausch für den Grund bekommt die Gemeinde den Neubau von Tourismusinformation und Kiosk. Bei einem Pressegespräch zu den Projektplänen am Freitag hieß es, die Behördenverfahren seien im Gange. Ein Gemeinderatsbeschluss sei vorbereitet, aber noch nicht gefasst. Was an öffentlichen Förderungen in das Projekt fließen soll, sei noch nicht klar.

„Maria Wörth ist ein Juwel, aber doch ein bisschen wie ein aufgelassenes Goldgräberdorf in diesen Wintertagen“, sagte Androsch und betonte die wachsende Bedeutung von Gesundheitsvorsorge. „Eine zunehmende Anzahl von Menschen schaut nicht mehr nur, dass das Auto zum Service kommt, sondern schaut auch auf sich selbst“, so der Industrielle. Im neuen Haus werde man den Schwerpunkt daher auf „mentale Stärkung und Resilienz“ legen, ein Bereich, der „Riesen-Potenzial“ habe. So könnten es etwa auch Firmen sein, die auf diese Weise in Burnout-Prävention für ihr Management investieren.

Angepeilter Baubeginn für die Mentalklinik samt Wellnessbereich, Park und Tiefgarage mit rund 160 Stellplätzen ist der kommende Winter. In drei Baukörpern werden rund 60 Zimmer untergebracht. Nach einer Bauzeit von rund zwei Jahren soll der bisherige Betrieb in die neue Anlage übersiedeln. Dann wird das alte Kurhotel abgerissen und größer neu errichtet. Hier steigt die Zimmeranzahl von 45 auf 60. Ende 2024 sollen dann beide Betriebe laufen, der Mitarbeiterstand von aktuell 85 Personen werde sich mindestens verdoppeln, sagte Androsch.