Europas Leitbörsen zu Mittag weiter schwach, Autowerte mit Verlusten

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag im Verlauf weiterhin mit Verlusten gezeigt. Belastet hatten se...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag im Verlauf weiterhin mit Verlusten gezeigt. Belastet hatten sehr schwache Konjunkturdaten aus der Volksrepublik China. Darüber hinaus rückten unter den Einzelwerten EssilorLuxottica in den Vordergrund, nachdem der Konzern neue Zahlen vorgelegt hatte.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel um 0,61 Prozent auf 3.288,71 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.30 Uhr mit 11.448,96 Punkten und minus 0,60 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London fiel um 0,90 Prozent und steht nun bei 7.093,15 Stellen.

Laut chinesischen Zollbehörden brachen die auf Dollar lautenden Exporte im Februar um 20,7 Prozent ein gegenüber dem Vormonat. Analysten hatten mit einem Minus von 4,8 Prozent gerechnet, nach einem unerwarteten Plus von 9,1 Prozent im Jänner. Auch die Importe sanken im Februar überraschend deutlich. Der Rückgang zum Vorjahresmonat lag bei 5,2 Prozent.

Im weiteren Verlauf dürften US-Daten die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen: Denn am frühen Nachmittag mitteleuropäischer Zeit wird mit dem US-Arbeitsmarktbericht ein weiteres Schlüsselereignis veröffentlicht. Die Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt gilt als wichtiger Faktor für die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed.

Branchenseitig dürften Wertpapiere von Automobilherstellern und ihren Zulieferern in den Vordergrund getreten sein. Innerhalb des Euro-Stoxx-50 verzeichneten Daimler und Volkswagen Kursverluste von jeweils 1,9 und 2,5 Prozent.

Der Sektor litt unter einem schwachen Autoabsatz in China, der im Februar um 18,5 Prozent eingebrochen war. „Die Handelsdaten aus China bereiten Sorgen“, sagte Analyst Neil Wilson von Markets.com. Sie seien ein klarer Beleg dafür, dass die Strafzölle und der Handelsstreit mit den USA die wirtschaftlichen Aktivitäten in dem Land bremsten.

Im Banksektor blickten Anleger auf Deutsche Bank (minus 0,8 Prozent) und Commerzbank (minus 0,5 Prozent). Der „Focus“ berichtete erneut über mögliche Fusionsgespräche der beiden Geldhäuser.

In London sackten indes die Scheine von GVC um 16,8 Prozent ab. Die Unternehmensspitzen Kenny Alexander und Lee Feldman hätten Anteile an dem Glücksspielkonzern verkauft, schrieben britische Medien.

Die Aktien des Brillenherstellers EssilorLuxottica gaben in Paris um 5,5 Prozent, nachdem das Unternehmen am heutigen Handelstag vorläufige Jahreszahlen vorgelegt hatte. Der bereinigte operative Gewinn sei 2018 um 4,8 Prozent zurückgegangen, ließ der Konzern mitteilen. Der bereinigte Nettogewinn sank um 1,7 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA275 2019-03-08/12:46