Venezuela: Schüler und Arbeiter bleiben wegen Stromausfalls zu Hause
Caracas (APA/dpa) - Wegen eines massiven Stromausfalls bleiben die Schüler und Arbeitnehmer in Venezuela zu Hause. Am Freitag falle der Unte...
Caracas (APA/dpa) - Wegen eines massiven Stromausfalls bleiben die Schüler und Arbeitnehmer in Venezuela zu Hause. Am Freitag falle der Unterricht aus, öffentlich und privat Beschäftigte müssten nicht an ihren Arbeitsstellen erscheinen, sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez am Freitag im Fernsehsender Telesur. Damit sollten die Reparaturarbeiten vereinfacht werden.
Am Donnerstagabend hatte ein heftiger Stromausfall weitete Teile des südamerikanischen Landes lahmgelegt. Medienberichten zufolge gab es auch am Freitag in einigen Regionen noch keine Elektrizität. Informationsminister Jorge Rodríguez sprach von Sabotage und machte Feinde der linksnationalistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro für den Stromausfall verantwortlich.
Maduro und der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó liefern sich seit Wochen einen erbitterten Machtkampf. „Dieser vom US-Imperialismus angekündigte und angeführte Stromkrieg gegen unser Volk wird scheitern“, schrieb Maduro auf Twitter.
Guaidó hingegen machte Maduros Regierung für den Stromausfall in dem krisengebeutelten Land verantwortlich. „Das Volk weiß, dass das Licht kommt, wenn die unrechtmäßige Machtübernahme endet“, schrieb er auf Twitter. Guaidó spricht Staatschef Maduro die Legitimation ab und will selbst die Regierungsgeschäfte übernehmen.
Auch US-Außenminister Mike Pompeo kritisierte Maduro, der von Washington nicht länger als rechtmäßiger Präsident anerkannt wird. „Maduros Politik bringt nichts als Finsternis“, schrieb er auf Twitter. „Kein Essen, keine Medizin, jetzt auch kein Strom mehr. Bald: kein Maduro mehr.“
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