Mit Auto auf Polizisten zugefahren: Kärntner zu Geldstrafe verurteilt
Klagenfurt (APA) - Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt ist am Freitag ein 30-jähriger Kärntner am Landesgericht Klagenfurt zu einer Gel...
Klagenfurt (APA) - Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt ist am Freitag ein 30-jähriger Kärntner am Landesgericht Klagenfurt zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.520 Euro verurteilt worden. Der Mann war im November 2018 mit seinem Auto auf einen Polizisten zugefahren, der ihm nicht erlaubt hatte, eine nach einem Unwetter gesperrte Straße zu befahren. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
„Wie kommen Sie auf die Idee?“, wollte Richter Matthias Polak von dem Angeklagten wissen. „Ich weiß, dass man das nicht darf. Die Straße war aber nach einem Unwetter schon den neunten Tag gesperrt und ich hatte einen Termin mit meiner Versicherung, weil ich selber Schäden am Haus gehabt habe“, sagte der 30-Jährige. „Also den Termin hätten Sie auch verschieben können“, merkte Polak an.
Laut Strafantrag war der 30-Jährige - langsam aber doch - auf den Polizisten zugefahren und hatte diesen vor sich hergeschoben, als er schon halb auf der Motorhaube lag. „In einem anderen Land kann Ihnen passieren, dass Sie in den Lauf einer Pistole schauen, wenn Sie so etwas machen. Das geht gar nicht“, sagte der Richter. „Das verstehe ich“, gab sich der Angeklagte zerknirscht.
Sein reumütiges Geständnis wirkte sich auch mildernd auf das Urteil aus, ebenso wie seine Unbescholtenheit. Trotzdem wurde er wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verurteilt, der laut Polak eindeutig gegeben war. „Ich glaube aber auch, dass Ihnen das leidtut.“ Die Strafe in Form von 280 Tagessätzen zu je neun Euro nahm der 30-Jährige an, auch die Staatsanwältin meldete Rechtsmittelverzicht an.
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