Mils schafft neuen Wohnraum
Am Marklfeld entstehen – dank Vertragsraumordnung – insgesamt 40 Mietwohnungen.
Von Michael Domanig
Mils –Aus Sicht von BM Peter Hanser ist es „ein schönes Beispiel für die Möglichkeiten der Vertragsraumordnung“ – das Bauvorhaben „Marklfeld“, das am 1. März begonnen und nun mit dem Spatenstich offiziell eingeläutet wurde. In zentraler Lage errichtet die Gemeindebetriebe Mils GmbH, eine 100-Prozent-Tochter der Gemeinde, in zwei Baustufen insgesamt 40 objektgeförderte Mietwohnungen. Im ersten Bauabschnitt entstehen mit Wohnbauförderungsmitteln des Landes 20 2-, 3-, 4- und 5-Zimmer-Wohnungen sowie eine Ordination, in die ein praktischer Arzt einziehen wird. Im Oktober 2020 soll das Bauvorhaben „Marklfeld 1“ (Planung: Büro DIN A4 Architektur) an die Mieter übergeben werden.
Mit dem Projekt sei es gelungen, die im Tiroler Raumordnungsgesetz vorgesehene Möglichkeit der Vertragsraumordnung im Sinne von leistbarem Wohnraum für die eigene Bevölkerung zu nützen, meint Hanser. Dazu habe man im örtlichen Raumordnungskonzept vorausschauend einen zentrumsnahen Bereich als Vorbehaltsfläche für den sozialen Wohnbau ausgewiesen. Nach intensiven Verhandlungen sei es schlussendlich gelungen, mit dem Grundeigentümer einen Baurechtsvertrag abzuschließen, der es zulässt, einen im Sinne der Wohnbauförderungsrichtlinien des Landes objektgeförderten Mietwohnbau zu errichten. „Jeder hat davon einen Vorteil“, meint Hanser. Der Grundeigner erhalte die Widmung „und den Baurechtszins, den die Wohnbauförderung zulässt“. Dieser liege natürlich deutlich unter dem Verkehrswert. Die Gemeinde könne dadurch das Ziel, insbesondere jungen Milsern leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, erreichen: Die Miete wird bei 8,50 Euro/m2 warm liegen.
Die Baukosten von 3,5 Mio. Euro für die erste Baustufe werden über ein Wohnbaudarlehen des Landes und ein Bankdarlehen finanziert – „wobei die Mieten selbst genau die Annuitäten decken, die wir zu leisten haben“, so Hanser. Die Wohnungsvergabe – die im Herbst erfolgen soll – werde für den Wohnungsausschuss der Gemeinde eine große Herausforderung, weil mehr als 100 Milser Bürger Interesse angemeldet hätten, darunter zahlreiche Familien mit kleinen Kindern.
Man überlege daher jetzt schon, die zweite Baustufe womöglich direkt nach der ersten in Angriff zu nehmen, also schon 2020/21 direkt „anzuhängen“ – „je nachdem, wie wir die Wohnungswerber unterbringen“.
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