Nordmazedonien - Verurteilungen wegen Manipulationen bei Kommunalwahl
Skopje (APA) - In einem Prozess wegen Manipulationen bei den Kommunalwahlen 2013 sind sechs Angeklagte am Freitag in Skopje zu insgesamt 19 ...
Skopje (APA) - In einem Prozess wegen Manipulationen bei den Kommunalwahlen 2013 sind sechs Angeklagte am Freitag in Skopje zu insgesamt 19 Jahren Haft verurteilt worden. Mit einer dreijährigen Haftstrafe war dabei der damalige nordmazedonische Geheimdienstchef Sasa Mijalkov, eine führende Figur der nationalkonservativen VMRO-DPMNE und naher Verwandten des damaligen Premiers Nikola Gruevski, davon gekommen.
Das Gericht hat laut Medienberichten auch den Antrag der Staatsanwaltschaft angenommen und wegen Fluchtgefahr Haft für Mijalkov und einen weiteren Verurteilten angeordnet.
Zu drei Jahren und zwei Monaten Haft wurde auch Chef der oppositionellen albanischen Demokratischen Partei (DPA), Menduh Thaci, verurteilt. Zu den Verurteilten gehört auch ein früheres Mitglied der staatlichen Wahlkommission.
Durch die Wahlmanipulationen in drei Wahllokalen in Strumica und dem Stadtviertel Cair in Skopje wurden laut der Anklage günstigere Wahlresultate für die VMRO-DPMNE und die DPA gesichert.
Die VMRO-DPMNE war zwischen 2006 und 2017 an der Macht.