Wissen für die Nachwelt erhalten
Die Chronisten des Bezirkes Imst lernten in einem Leader-Projekt Interviewführung.
Haiming –Eine der wichtigsten Aufgaben als Chronist ist es, Wissen für die Nachwelt zu sichern. Ein wichtiges Handwerkszeug dafür ist das Interview mit Zeitzeugen. Wie man dieses richtig führt und welche Dinge es dabei zu beachten gibt, konnten die Chronisten kürzlich im Rahmen eines zweitägigen Kurzlehrgangs zum Thema Interviewführung in Haiming erfahren.
Der vom Chronistenverband Imst und dem Regionalmanagement Bezirk Imst initiierte Workshop wartete mit hochkarätigen Vortragenden auf. Am ersten Tag referierte Edith Hessenberger, Geschäftsführerin der Ötztaler Museen, zum Thema Interviewführung und Erstellung von Gesprächsleitfäden. Am Abend präsentierte Werner Matt, Leiter des Stadtarchivs von Dornbirn, seine Erfahrungen im Umgang mit Interviews und zeigte die Wichtigkeit von Sprachaufnahmen alter Zeitzeugen auf.
Der zweite Tag war der Verarbeitung von Interviews gewidmet. Andy Stauder von der Universität Innsbruck zeigte Möglichkeiten im Umgang mit Tonaufnahmen auf und unterrichtete die Chronisten in der Handhabung von Hilfsmitteln zur Verschriftlichung von Audiodateien.
„Es waren zwei intensive Tage, aber es war sehr interessant und das Gelernte wird unseren Arbeitsalltag sehr erleichtern“, so Bezirkschronist Manfred Wegleiter, der sich in diesem Zuge auch bei der Haiminger Gemeindeführung für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und Technik bedankt. Neben den Inhalten kam auch die Vernetzung nicht zu kurz und so wurden bereits erste Ansätze für künftige Projekte diskutiert. Ebenfalls erfreut zeigt sich Manuel Flür vom Regionalmanagement Bezirk Imst: „Es tut gut zu sehen, dass selbst kleine Leader-Projekte eine so große Wirkung in der Region erzielen können.“ (TT)