US-Börsen zur Eröffnung mit Verlusten, Arbeitsmarktdaten schwach
New York (APA) - Die US-Börsen haben am Freitag mit Verlusten eröffnet. Nachdem bereits über Nacht negative Konjunkturdaten aus der Volksrep...
New York (APA) - Die US-Börsen haben am Freitag mit Verlusten eröffnet. Nachdem bereits über Nacht negative Konjunkturdaten aus der Volksrepublik China veröffentlicht worden waren und damit in Asien Kursabschläge verursachten, schwappte diese negative Stimmung nach Europa und schließlich nach Amerika über. Schwache US-Arbeitsmarktdaten belasteten ebenfalls.
Gegen 15.45 Uhr verlor der Dow Jones Industrial Index um 0,54 Prozent auf 25.334,54 Zähler. Der S&P-500 Index sank um 0,65 Prozent auf 2.731,01 Stellen. Der Nasdaq Composite Index fiel um 0,83 Prozent auf 7.360,02 Einheiten.
Wie die chinesische Zollbehörde am Freitag mitteilte, brachen die auf Dollar lautenden Exporte im Februar um 20,7 Prozent ein im Vergleich zum Vormonat. Analysten hatten mit einem deutlich geringeren Minus von 4,8 Prozent gerechnet, nach einem unerwarteten Plus von 9,1 Prozent im Jänner.
Der massive Rückgang der chinesischen Exporte im Februar sei „die nächste Alarmglocke“, sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partner. „Egal wohin man schaut, die Weltwirtschaft kühlt sich deutlich ab.“ Der Aktienexperte fürchtet, dass nach der imposanten Rally seit Jahresbeginn viele Anleger der Börse jetzt den Rücken kehren könnten.
In Bezug auf die sich abschwächenden Exportr dämpfte der amerikanische Botschafter in Peking Hoffnungen auf eine baldige Einigung in Handelsstreit mit China, der einer der Hauptgründe für den Rückgang der Ausfuhren ist. In den Verhandlungen gebe es weiter unterschiedliche Positionen, die weitere Gespräche notwendig machen, sagte Terry Branstad in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung „Wall Street Journal“.
Darüber hinaus scheint dem Aufschwung am US-Arbeitsmarkt im Februar die Puste ausgegangen zu sein. Die Regierung in Washington meldete am Freitag nur 20.000 neue Stellen. Das ist die schwächste Zahl seit September 2017. Am Bau und in anderen Branchen wurden sogar unter dem Strich Jobs gestrichen.
Sorgen um die schwächelnde Weltwirtschaft verursachten unter anderem für Abschläge bei Ölkonzernen. Der Preis des Rohstoffes gab wegen den Konjunkturdaten klar nach und so sanken die Aktien des US-Energiekonzerns ExxonMobil um 2,1 Prozent. Chevron verloren 2 Prozent.
In der zweiten Reihe sackten die Aktien der Chesapeake Energy Corporation um 5,6 Prozent ab. Das Handelsvolumen des Papiers ist auffallend hoch.
~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA423 2019-03-08/15:54