Europas Leitbörsen starten schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag an ihre Verluste der vergangenen Woche angeknüpft. Sorgen um die Konju...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag an ihre Verluste der vergangenen Woche angeknüpft. Sorgen um die Konjunktur belasten die europäischen Märkte. Zudem fallen die Vorgaben aus Übersee sehr schwach aus. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.30 Uhr mit minus 0,60 Prozent oder 19,84 Punkte bei 3.285,89 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt verlor 0,32 Prozent oder 36,79 Zähler auf 11.327,38 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 0,64 Prozent oder 46,32 Einheiten auf 7.161,27 Punkte.

Datenseitig startet die Woche mit der Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland. Nach schwachen Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland vom Freitag, sollten die Erwartungen für den Index nicht zu hoch gesteckt werden, schreibt der Helaba-Experte Ulrich Wortberg in seiner jüngsten Einschätzung. Gleiches gelte für das europäische Wirtschaftsvertrauen, das am Donnerstag auf dem Programm steht, heißt es weiter.

Marktexperten blicken mit Sorge auf die Anleihenmärkte. In Deutschland fiel die zehnjährige Anleihe erstmals seit 2016 unter null. Die US-Renditen kurzfristiger Staatsanleihen waren dort am Freitag erstmals seit zwölf Jahren wieder höher als bei langfristigen. Experten sprechen von einer inversen Zinsstruktur, die sie als Zeichen einer nahenden Rezession werten.

Branchenseitig regierten vor allem Bank-Werte mit deutlichen Verlusten, da fallende Renditen die Investments erschweren. Societe Generale fielen um 0,74 Prozent, Banco Santander um 0,69 Prozent und BNP Paribas um ein Prozent.

In London legten die Aktien von ConvaTec um 3,46 Prozent zu. Der Hersteller von Medizinprodukten erhält mit dem Abgang von Paul Moraviec einen neuen CEO.

In Frankfurt dürften die Aktien von Bayer und Wacker Chemie unter negativen Analystenkommentaren leiden. Händlern zufolge strich die US-Investmentbank Merrill Lynch ihre bisherige Kaufempfehlung für Bayer. Nach einer weiteren Gerichtsschlappe wegen des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup hatten sich zuletzt schon etliche Analysten negativ zu dem Pharma- und Agrarchemiekonzern geäußert. Bayer fiel mit minus 2,66 Prozent ans Ende des Euro-Stoxx-50.

Unterdessen rät die britische Investmentbank HSBC nicht mehr zum Kauf der Wacker-Chemie-Titel. Die chinesische Billigkonkurrenz beim Solarindustrierohstoff Polysilizium mache dem Spezialchemiekonzern weiter zu schaffen, hieß es zur Begründung. Die Aktien des Chemie-Konzerns fielen rund zwei Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA090 2019-03-25/09:48