Leitbörsen in Fernost schließen mit deutlichen Abschlägen

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag vor dem Hintergrund internationaler Konjunktursorgen deutliche Abschläge verzeichnet...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag vor dem Hintergrund internationaler Konjunktursorgen deutliche Abschläge verzeichnet. Der Nikkei-225 Index schloss mit minus 650,23 Punkten oder 3,01 Prozent bei 20.977,11 Zählern. Zuletzt stand der Leitindex Mitte Februar so tief. Vor allem Sorgen um die Konjunktur belasteten den Handel.

Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 590,01 Zähler (minus 2,03 Prozent) auf 28.523,35 Einheiten. Der Shanghai Composite rückte 61,09 Punkte oder 1,97 Prozent nach unten auf 3.043,06 Punkte. Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich in der Verlustzone. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 37.752,84 Zählern mit minus 411,77 Punkten oder 1,08 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 72,2 Zähler oder 1,15 Prozent auf 6.208,70 Einheiten.

Mit Blick auf die weltweiten Konjunktursorgen rückte die Aussicht auf ein Beilegen des Handelsstreits zwischen den USA und China in den Hintergrund. Die US-Regierung hat bestätigt, dass in der kommenden Woche neue Gespräche im Handelskonflikt mit China geplant sind. Die Verhandlungen sollen am Donnerstag in Peking beginnen.

Mehr Aufmerksamkeit erhielten die internationalen Anleihenmärkte. In Deutschland fiel die zehnjährige Anleihe erstmals seit 2016 unter null. Die US-Renditen kurzfristiger Staatsanleihen waren dort am Freitag erstmals seit zwölf Jahren wieder höher als bei langfristigen. Experten sprechen von einer inversen Zinsstruktur, die sie als Zeichen einer nahenden Rezession werten.

Bei den Einzelwerten reagierten vor allem die Werte der Finanzinstitute mit Abschlägen, da fallende Renditen die Investments erschweren. In Hongkong verloren die Werte von Bank of China 1,67 Prozent. In Tokio sackten Mitsubishi UFJ Financial Group um rund drei Prozent ab. Auch HSBC und DBS fielen um mehr als ein Prozent. In Sydney fielen die Papiere von Bank of Queensland um 1,20 Prozent.