Ostereier als kostbare Zeugen von Kunst und Kult

Im Jenbacher Museum sind 240 besondere Ostereier aus einer Liechtensteiner Sammlung ab 27. April zu bewundern.

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Erika Felkel, Restaurator und Sammlungsverantwortlicher Thomas Müssner aus Vaduz und Museumsobmann Walter Felkel zeigen einige der Kostbarkeiten aus der Liechtensteiner Ostereiersammlung.
© Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl

Jenbach –Über das Osterfest, Osterbräuche – und nicht zuletzt das Osterei in aller Welt – bekommen Besucher des Jenbacher Museums ab 27. April viel vermittelt. Möglich wird das durch eine Kooperation mit dem Liechtensteiner Landesmuseum in Vaduz, das 240 von mehr als 3000 Ostereiern der Sammlung von Adulf Peter Goop dazu zur Verfügung stellt.

Behutsam holte die wunderschönen Exemplare der Restaurator und Sammlungsverantwortliche Thomas Müssner an zwei Tagen aus speziellen Behältnissen, brachte die dazugehörigen Tafeln an Ort und Stelle an und vergaß auch nicht auf die verschiedensten Osterkarten aus aller Welt. „Mit dieser Ausstellung war ich vor zwei Jahren in Singapur und im Vorjahr in Rumänien“, erzählt er, während er ein wertvolles russisches Ei auspackt. Selbst Eier des Goldschmiedes Carl Fabergé für den Zarenhof in Russland sind zu bewundern. Zudem hat er Eier aus Muranoglas, aus Keramik, ja selbst ein zehn Kilogramm schweres Bronzeei mitgebracht. Der Arbeitstitel der Ausstellung ist „Ostereier zwischen Kult und Kunst“.

„Heuer sind wir mit der Vorbereitung der Sonderausstellung früh fertig und erwarten uns von den Museumsbesuchern ab 27. April dann einige Resonanz“, sagen Erika und Walter Felkel, die für die nächsten drei Jahre mit Ernst Digruber wieder die Museumsgeschicke übernommen haben. Die Ausstellung im Jenbacher Museum ist bis 21. Dezember 2019 zu sehen.

Verzückt betrachtet Erika Felkel ein Glasei mit Hinterglasmalerei, während sich ihr Gatte Walter intensiv mit der Geschichte des Ostereies befasst. Exemplare aus allen Ländern Europas, aus Asien, Afrika, Amerika und eben auch Russland sind in der Sammlung. Allein schon die Bemalung der Ostereier spricht für sich. Und die reicht von streng religiösen Motiven bis zum Osterhasenmotiv. „Ich wusste bisher gar nicht, dass der Osterhase schon früh eine so große Rolle gespielt hat“, lacht Erika Felkel. In Liechtenstein soll das schon seit dem 17. Jahrhundert der Fall sein. Klar scheint zu sein, dass das Osterei mit uralten Frühlingsbräuchen aus vorchristlicher Zeit in Zusammenhang steht.

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