„Schnittstelle“: Viertelfestival 2019 widmet sich Industrieviertel

Wiener Neustadt/Wien (APA) - „Schnittstelle“ lautet das Motto des diesjährigen Viertelfestivals, bei dem von 11. Mai bis 11. August 66 Proje...

Wiener Neustadt/Wien (APA) - „Schnittstelle“ lautet das Motto des diesjährigen Viertelfestivals, bei dem von 11. Mai bis 11. August 66 Projekte mit 236 Einzelveranstaltungen und etwa 520 Mitwirkenden das Industrieviertel zur Bühne werden lassen. Bei einem Pressegespräch am Montag in Wien haben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Festivalleiter Stephan Gartner das Programm vorgestellt.

Die Projekte - darunter 13 von Schulen - sind von einer 13-köpfigen Jury aus 236 Einreichungen ausgewählt worden. Aspekte der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Industrieviertels, das Spannungsfeld „Kunst - Technik - Natur“, Musik, Kunst & Spektakel sowie der Umgang mit gesellschaftlich marginalisierten Gruppen bilden thematische Schwerpunkte. Mit der NÖ Landesausstellung in Wiener Neustadt („Welt in Bewegung!“), die das südliche Niederösterreich in den Mittelpunkt rückt, wurde eine Kooperation eingegangen.

So erinnern Manuela Seidl und Daniel Truttmann an das Zwangsarbeitslager „Wien-Schwechat 2“, Günther Friesinger veranstaltet ein futurologisches Symposium in Lindabrunn, Beate Jorda einen „Aufbruch zum Frauenmuseum“ in der Fußgängerzone Baden („Herstory entdecken“), Bea Schrader eine Hommage an Josef Matthias Hauer in Grünbach. Eine zweitägige philosophisch-musikalische Wanderung mit Leo Hemetsberger führt zum Kaiserstein auf den Schneeberg, die Filmkünstlerinnen Christine Maderbacher und Iris Blauensteiner thematisieren Film, Literatur und Flucht in der Grenzgemeinde Berg.

Unter den 51 zum Teil außergewöhnlichen Spielorten finden sich die ehemalige Kammgarnfabrik in Bad Vöslau, die Gärten von Schloss Feistritz, das Fischauer Thermalbad, der alte Schlachthof von Wiener Neustadt und der Naturpark Sparbach. Dabei treffen Regionalgeschichte auf Experimentalfilm, Barocktanz und Blasmusik auf Rock‘n‘Roll. Einige Projekte werden gemeinsam mit dem Musikschulmanagement NÖ umgesetzt.

„Mit dem Viertelfestival NÖ hat das Land Niederösterreich gemeinsam mit der Kulturvernetzung NÖ ein in Mitteleuropa höchst erfolgreiches und einzigartiges Kunst- und Kulturfestival etabliert“, streute Mikl-Leitner der Veranstaltung Rosen, die zum 18. Mal als „Motor der regionalen Kulturarbeit“, so Hermann Dikowitsch, Leiter der Kulturabteilung des Landes NÖ, fungiert.

Dass der rote Platzhirsch als Logo zu einem Gecko-Zwitterwesen mutiert ist, kann wohl auch als Symbol der Schnittstellenthematik interpretiert werden. 2020 ist das Mostviertel beim Festival an der Reihe. Projektideen dafür können noch bis 6. Juni eingereicht werden.

(S E R V I C E - Viertelfestival NÖ - Industrieviertel 2019, 11. Mai bis 11. August 2019, Information: Tel. 02572/34234-0, www.viertelfestival-noe.at)