“Stummer Schrei“: Mit Raffl und Mitterer im Stadl
Das Festival „Stummer Schrei“ setzt auf Theaterklassiker, Tirol-Satire und Musik.
Stumm, Uderns –Stadlzeit ist im vorderen Zillertal ein Synonym für Theaterzeit. In zwei Gemeinden dienen adaptierte Scheunen als Aufführungsstätten. Am 4. April startet in Uderns das „Steudltenn-Festival“. Am 21. Juni erfolgt im Dorfbäck-Stadl in Stumm der Auftakt zum Kulturfestival „Stummer Schrei“. Heuer ist es dessen 10. Auflage.
Uderns und Stumm kommen an Felix Mitterer nicht vorbei. Der Tiroler Altmeister des dramatischen Fachs ist im Steudltenn mit zwei Stücken vertreten („Der Panther“ und „Krach im Hause Gott“). Der „Stumme Schrei“ zeigt „Besuchszeit“, Mitterers Einakterzyklus über Außenseiter der Gesellschaft (ab 21.6.).
Eine „turbulente Volkstheaterkomödie“ ist, laut Programm, das zweite Hauptstück in Stumm. Es ist ein Auftragswerk, verfasst von Thomas Gassner. Als Mitglied des Blödlertrios „Feinripp Ensemble“ ist er es gewöhnt, Lachmuskeln auf Trab zu bringen. „Raffl“ heißt Gassners Stück (ab 4.7.). Gemeint ist genau der Raffl, der „Judas von Tirol“, der Verräter Andreas Hofers. Die Musikkapelle Stumm liefert den Live-Sound zum satirischen Geschehen. „Die spinnen, die Tiroler“, lautet Gassners Fazit angesichts des von ihm erdachten Handlungshergangs.
Das Rahmenprogramm setzt wieder musikalische Akzente. Die Knödel sind zu sehen (14.7.), wie schon im Vorjahr, als die Avantgardisten neuer Volksmusik ihr Comeback in Stumm feierten. Über den Talrand blickt man weit hinaus: Jackie Bristow, Sängerin aus Neuseeland, macht Stumm ihre Aufwartung (12.7.), ebenso wie Las Migas aus Spanien (26.7.).
Infos und Termine: www.stummerschrei.at. (mark)
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