Neuseeland-Terror - Innenministerium bestätigte Hausdurchsuchung
Christchurch/Graz (APA) - Das Innenministerium hat am Dienstag die Hausdurchsuchung bei Martin Sellner, dem Sprecher der „Identitären Bewegu...
Christchurch/Graz (APA) - Das Innenministerium hat am Dienstag die Hausdurchsuchung bei Martin Sellner, dem Sprecher der „Identitären Bewegung Österreich“ (IBÖ), bestätigt. Das BVT habe die Hausdurchsuchung auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz durchgeführt, erklärte Innenministeriumssprecher Christoph Pölzl auf Anfrage.
Die Staatsanwaltschaft Graz bestätigte daraufhin auf APA-Nachfrage, dass die Hausdurchsuchung in ihrem Auftrag erfolgt war: „Ein Ermittlungsverfahren ist bei uns anhängig“, sagte Sprecher Hansjörg Bacher. Die Verbindung zwischen Sellner und dem Attentäter von Neuseeland werde geprüft.
Grund für die Hausdurchsuchung war die Spende in der Höhe von rund 1.500 Euro. Diese war bereits länger den Behörden bekannt und bei den bisherigen Ermittlungen wegen des Verdachts von Finanzvergehen von Sellner aufgefallen, weil sie höher war, als andere Spenden. „Nun hat sie ein Gesicht bekommen“, sagte Bacher, denn der Email-Absender passte zum Namen des Mannes, der in Christchurch 50 Menschen getötet hatte. „Das war für uns ausschlaggebend, die Sache zu durchleuchten.“ Eine Initialzündung aus dem Ausland oder von einer anderen Behörde habe es für die Hausdurchsuchung nicht gegeben, meinte Bacher auf Nachfrage.
Es wurden - wie Sellner auch in seinem veröffentlichen Video sagte - Datenträger sichergestellt. Diese würden nun gesichtet und ausgewertet. Anschließend wird der entsprechende Polizei-Bericht bei der Staatsanwaltschaft erwartet. Die Ermittlungen laufen derzeit wegen des Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung, denn „das passt am ehesten zum Erstverdacht“. Wird der Sachverhalt geklärt, könne sich das aber natürlich noch ändern, sagte Bacher.
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