„Skigebiets-Ehe“ Kühtai-Hochoetz vorerst auf Eis
Silz/Oetz (APA) - Die kontroversiell diskutierte Verbindung der Skigebiete Kühtai-Hochoetz ist von den Verantwortlichen vorerst auf Eis gele...
Silz/Oetz (APA) - Die kontroversiell diskutierte Verbindung der Skigebiete Kühtai-Hochoetz ist von den Verantwortlichen vorerst auf Eis gelegt worden. Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden Oetz, Silz und Haiming einigten sich gemeinsam mit den Bergbahnbetreibern darauf, die bereits eingebrachte Umweltverträglichkeitserklärung zurückzuziehen. Projektgegner hatten bis dato über 16.000 Unterschriften gesammelt.
Jetzt soll ein breit angelegter Diskussionsprozess folgen, in dem unter anderem auch Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen eingebunden werden sollen. Gegnern und Befürwortern soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Sichtweise einzubringen. Laut dem Initiator der Onlinepetition, Gerd Estermann, sollen die Unterschriften nichtsdestotrotz am kommenden Freitag an LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) im Rahmen einer Kundgebung am Landhausplatz übergeben werden.
Die Initiative will die „Zerstörung eines einmaligen Naturjuwels und wertvollen Naherholungsgebietes“ verhindern. Bei den Feldringer Böden handelt es sich um ein weitgehend naturbelassenes Hochplateau westlich von Kühtai in rund 2.000 Metern Höhe. Eine skitechnische Erschließung würde einen weiteren Sündenfall im zunehmenden Flächenverbrauch und der Zerstörung von Naturräumen in Tirol bedeuten, so Estermann.
Die Betreiber der beiden Skigebiete spielen seit etlichen Jahren mit dem Gedanken der möglichen Verbindung der beiden Skigebiete, von der sie sich eine Absicherung der Unternehmen und Arbeitsplätze in der Region versprechen. Seit rund zehn Jahren gibt es einen Ticketverbund. Im Jahr 2015 wurde eine Beratungsfirma engagiert, um die Möglichkeiten auszuloten. Aus insgesamt fünf Varianten habe sich schließlich eine herauskristallisiert, die dann im Mai 2017 bei der Behörde zur Vorprüfung eingereicht wurde. Im April erhielt man die Stellungnahme, dass keine grundsätzlichen Ausschließungsgründe vorlägen. Auf Basis dieser wurde dann ein Umweltverträglichkeitskonzept erarbeitet, das im Rahmen einer Umweltverträglichkeitserklärung im vergangenen Dezember der Behörde vorgelegt wurde. Diese wurde jetzt einmal zurückgezogen.
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