Zürcher Börse schließt im Plus
Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag wieder zugelegt. Zuvor war es fünf Handelstage in Folge bergab gegangen. Do...
Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag wieder zugelegt. Zuvor war es fünf Handelstage in Folge bergab gegangen. Doch nun konnten weder ernüchternde Konjunkturdaten noch die anhaltenden Wirren um den Austritt der Briten aus der EU die Gegenbewegung bremsen.
Entsprechende Nachrichten gab es zuhauf: Von den schwächelnden Exporten aus Deutschland über gesenkte Konsensprognosen zur Schweizer Wirtschaft bis hin zu einer eingetrübten Konsumentenstimmung in den USA. Dennoch waren es gerade die US-Börsen, die am Nachmittag für Rückenwind sorgten. Dort standen vor allem Tech-Aktien wie Apple, Tesla und Nvidia im Fokus. Auch in der Schweiz konnten Tech-Aktien wieder aufholen - mit Ausnahme von S. Vor allem aber erwiesen sich die defensiven Schwergewichte als Zugpferde.
Der Swiss Market Index (SMI) gewann bis Handelsschluss 0,90 Prozent auf 9.389,3 Punkte. Zeitweise hatte er sich gar die 9.400-Punkte-Marke zurück erobert. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) zog um 0,60 Prozent auf 1.432,84 Stellen an und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,98 Prozent auf 11.145,93 Zähler.
An der Spitze der Gewinnerliste standen zuletzt Lonza mit einem Plus von 2,1 Prozent. Den größten Anteil der Kursgewinne steuerten aber die drei Schwergewichte bei. Besonders Novartis (+2 Prozent) schwangen nach oben aus. Der Pharmakonzern will in rund zwei Wochen seine Augenheilsparte Alcon an die Börse bringen. Auch die Papiere von Roche (+1,7 Prozent) und Nestlé (+1,2 Prozent) zogen kräftig an.
Gefragt waren ebenfalls Sonova (+1,9 Prozent), Swisscom (+0,7 Prozent) und Givaudan (+0,8 Prozent). Zudem konnten auch diejenigen Titel Boden gutmachen, die in den letzten Tagen stark an Terrain eingebüßt hatten, wie Partners Group (+1,7 Prozent) sowie die Techwerte Logitech (+1,5 Prozent) und Temenos (+1,2 Prozent). Im Tagesverlauf drehten auch die Nebenwerte U-Blox (+1 Prozent) und VAT (+3,5 Prozent) ins Plus.
Die Aktien von AMS (+0,2 Prozent) konnten sich erst gegen den Schluss knapp in die Gewinnzone vorarbeiten. Gleich von zwei wichtigen Kunden des österreichischen Sensorherstellers gab es schlechte Nachrichten: So sprach Samsung angesichts fallender Preise für Speicherchips eine Gewinnwarnung aus. Und von Apple gab es statt einer Ankündigung eines neuen Gerätes eine Bestätigung der Pläne für einen Video-Streamingdienst - daran verdienen Zulieferer wie AMS aber nichts.
Unter den schwächeren Werten fanden sich auch die Bankenwerte Julius Bär (-1,1 Prozent), Credit Suisse (-0,7 Prozent) und UBS (+0,1 Prozent). Einem Händler zufolge hat Barclays den europäischen Bankensektor von „Übergewichten“ auf „Marktgewichten“ heruntergestuft und Julius Bär die globalen Finanzwerte auf „Neutral“ von „Übergewichten“. Nicht gerade förderlich für Finanzwerte sind auch die noch länger andauernde Niedrigzinspolitik und die Sorgen wegen eines schwachen Wirtschaftswachstums.
Angesichts der Konjunktursorgen entwickelten sich auch Zykliker wie LafargeHolcim (-0,5 Prozent), Sika (-0,2 Prozent) und Geberit (-0,2 Prozent) schwach sowie die Luxusgütertitel Swatch (-0,4 Prozent) und Richemont (-0,1 Prozent). Bei SGS (-1,4 Prozent auf 2‘467 Fr.) sorgte der Dividendenabschlag von 78 Franken für die Kursverluste.
~ ISIN CH0009980894 ~ APA477 2019-03-26/18:36
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