Volker Schlöndorff plant Dokumentarfilm über „Waldmacher“ Rinaudo
Berlin (APA/dpa) - Regisseur Volker Schlöndorff plant einen Dokumentarfilm über den Agrarwissenschafter Tony Rinaudo. Gerade war er mit dem ...
Berlin (APA/dpa) - Regisseur Volker Schlöndorff plant einen Dokumentarfilm über den Agrarwissenschafter Tony Rinaudo. Gerade war er mit dem Australier mehrere Wochen in Afrika unterwegs - in Mali, Niger und Ghana. Rinaudo habe das Leben vieler Menschen dort verändert, sagte Schlöndorff der Deutschen Presse-Agentur.
Rinaudo bekam 2018 den Alternativen Nobelpreis. Geehrt wurde er für seine Methode, in der Sahel-Region ausgetrocknete Böden natürlich aufzuforsten. Statt Bäume neu zu pflanzen, nutzt Rinaudo die Wurzeln alter Bäume, die noch in der Erde stecken.
Kaum seien sie in die Nähe eines Dorfs gekommen, seien die „Tony, Tony“-Rufe losgegangen, sagte Schlöndorff in Potsdam. Rinaudo habe ein wenig eine „Mutter-Teresa-Ausstrahlung“ und sei sehr witzig. Bei dem Projekt gehe es nicht so sehr um die Filmkunst, sondern um die Sache. Er will Rinaudos Arbeit bekannter machen.
„Etwas in der Größenordnung als Dokumentarfilm habe ich noch nie gemacht“, sagte Schlöndorff. Aber davor habe er keine Angst. Der Oscar-Preisträger wird an diesem Sonntag (31. März) 80 Jahre alt. Bekannt wurde er mit Literaturverfilmungen wie „Die Blechtrommel“ und „Homo Faber“, zuletzt lief „Rückkehr nach Montauk“ in den Kinos.
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