Tiroler Bau erwartet heuer wieder Steigerung
Größtes Problem bleibe jenes, das viele Branchen in den vergangenen Jahren geplagt hat, nämlich der Fachkräftemangel.
Innsbruck –Die Tiroler Baubranche ist optimistisch ins Jahr gestartet, sagte Tirols Bau-Spartenobmann Anton Rieder gestern beim Tiroler Bautag im Congress Innsbruck. „Wir werden 2019 das fünfte Jahr in Folge eine steigende Bauleistung haben“, so Rieder. Größtes Problem bleibe jenes, das viele Branchen in den vergangenen Jahren geplagt hat, nämlich der Fachkräftemangel, konkret der Mangel an Technikern. Die Schülerzahlen an der entsprechenden HTL seien rückläufig gewesen, und „leider bilden nur 80 unserer 1700 Mitgliederbetriebe auch Lehrlinge aus“, so Rieder. Er beklagt auch, dass die Baubranche stets wegen steigender Baukosten kritisiert werde. Dabei seien die Unternehmen selbst von Kostensteigerungen geplagt, so Rieder. Das zeige auch ein Blick in die Bilanzen. „Die Umsätze sind zwar deutlich gestiegen, die Ergebnisse aber haben nicht signifikant zugelegt“, erklärte Rieder.
Schwer im Magen liegt der Wirtschaftskammer unterdessen das von der schwarz-grünen Landesregierung beschlossene Wohnpaket – die TT berichtete. Und zwar besonders das Interessentenmodell, das Wohnungssuchenden, Gemeinden und gemeinnützigen Wohnbauträgern unter Umständen ein Vorkaufsrecht beim Grundstückskauf einräumt. „Wir sind dabei, Lösungen zu finden, die für alle passen“, berichtete WK-Präsident Christoph Walser von Gesprächen mit der Landesregierung. Man wolle die Bedeutung der gewerblichen Bauträger aufzeigen: 2017 seien laut Walser von 6000 Wohnungen in Tirol rund 4500 durch diese gebaut worden. 1500 Wohnungen seien von gemeinnützigen Bauträgern errichtet worden, davon aber nur 150 Eigentumswohnungen. Hier hinterfragt Walser die Wohnbauförderung. „Wenn davon gesprochen wird, Eigentum zu ermöglichen, muss auch die Wohnbauförderung überdacht werden.“ (mas)
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