Aus drei mach eins bei der Hall AG
Als Hauptargument für den Zusammenschluss nannte Vorstandsvorsitzender Christian Holzknecht im Gemeinderat Verwaltungsvereinfachungen und Einsparungseffekte.
Hall –Mit 18:1 Stimmen bei zwei Enthaltungen stimmte der Haller Gemeinderat am Dienstagabend für eine weitreichende Vereinfachung der gesellschaftsrechtlichen Struktur der Hall-AG-Gruppe: Derzeit hat die „Stadt Hall in Tirol Beteiligungs AG“ – an der die Stadt 100 Prozent hält – drei operative „Töchter“: die Stadtwerke GmbH, die sich um das kommunale Kerngeschäft mit Wasser, Strom, Kanal etc. kümmert, die Immobilien GmbH und die Parkhotel Hall Betriebs GmbH. Sie sollen nun – wie bisher unter dem Dach der AG – zu einer einzigen Gesellschaft, der „Hall AG Kommunal GmbH“, verschmolzen werden.
Als Hauptargument nannte Vorstandsvorsitzender Christian Holzknecht im Gemeinderat Verwaltungsvereinfachungen und „sehr deutliche Einsparungseffekte“. So könne etwa die Immo GmbH selbst nicht ausreichend Liquidität erwirtschaften, um ihren Schuldendienst zu bedienen – sie muss sich diese Liquidität bisher immer von ihrer „Schwester“, der Stadtwerke GmbH, holen. Diese aufwändigen „Interkompanieverrechnungen“ könne man künftig einsparen, so Holzknecht, der weitere Vorteile nannte: Durch die Verschmelzung gebe es künftig z. B. nur noch einen Ansprechpartner für Kunden und Lieferanten, auch nur noch eine Steuererklärung. Durch die Verwaltungsvereinfachungen könne man jährlich zwischen 60.000 und 80.000 Euro an Synergien „heben“, dazu Einmaleffekte in Höhe von ca. 600.000 Euro.
GR Nicolaus Niedrist (Für Hall) nannte die Umgründung „betriebswirtschaftlich notwendig und sinnvoll“, die Informationsaufbereitung für den Gemeinderat sei aber „mangelhaft“ und zu spät erfolgt. Das kritisierten auch die Grünen und Vize-BM Wolfang Tscherner (Für Hall) – der deshalb dagegen stimmte. Niedrist verlangte von BM Eva Posch (VP) ein „klares Bekenntnis“, dass nicht daran gedacht sei, die AG selbst in eine GmbH umzuwandeln, „so dass es wieder einen weisungsgebundenen Geschäftsführer gäbe“. Das sicherte Posch zu. (md)
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