Pompeo rechnet mit Flucht von weiteren zwei Millionen Venezolanern
Washington/Caracas (APA/dpa) - US-Außenminister Mike Pompeo rechnet damit, dass weiterhin in großer Zahl Menschen aus dem krisengeplagten Ve...
Washington/Caracas (APA/dpa) - US-Außenminister Mike Pompeo rechnet damit, dass weiterhin in großer Zahl Menschen aus dem krisengeplagten Venezuela flüchten werden. Bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhaus in Washington sagte Pompeo am Mittwoch, es sei zu erwarten, dass weitere zwei Millionen aus Venezuela in andere Länder der Region fliehen würden, etwa nach Brasilien oder Kolumbien.
Es werde lange dauern, Venezuela wieder auf die Beine zu bringen, hieß es weiter. Das wegen seiner weltweit größten Öl-Vorkommen eigentlich reiche Land ist in den vergangenen Jahren in eine schwere Versorgungskrise abgeglitten. Mehr als drei Millionen Menschen sind bereits aus dem Land geflüchtet. Derzeit leidet Venezuela erneut unter einem massiven Stromausfall. In der Hauptstadt Caracas und in mindestens 14 der 23 Bundesstaaten waren die Menschen ab Montag zeitweise ohne Strom.
In Venezuela tobt seit Wochen ein erbitterter Machtkampf zwischen Staatschef Nicolás Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Die USA und zahlreiche andere Staaten stehen an der Seite Guaidós. Die Amerikaner versuchen seit Wochen, Maduro zum Rückzug zu drängen.
Die Frau Guaidós, Fabiana Rosales, war am Mittwoch zu Besuch im Weißen Haus. US-Vizepräsident Mike Pence lobte den Einsatz Guiadós und seiner Frau für Venezuela, klagte über die schwere Krise in dem Land und mahnte erneut, Maduro müsse abtreten.
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