Europas Leitbörsen zur Eröffnung gut behauptet erwartet
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen dürften am Donnerstag gut behauptet in den Handel starten. Der Brexit bleibt t...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen dürften am Donnerstag gut behauptet in den Handel starten. Der Brexit bleibt thematisch im Mittelpunkt; dessen Unsicherheiten könnten marktbewegende Wirkung haben, genau wie die Handelsgespräche zwischen den USA und China. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der Euro-Stoxx-50 einen Zugewinn von 0,2 Prozent und der DAX einen von 0,1 Prozent.
Am Mittwochabend hatte das britische Parlament bei einer Testabstimmung alle acht vorgelegten Alternativen für den Deal, den Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelt hatte, abgelehnt. May bot für eine Zustimmung zu ihrem Deal sogar ihren Rücktritt an. „Jetzt wissen wir genauso wenig wie vorher, was die britischen Abgeordneten tatsächlich wollen“, kommentierte Analyst David Madden von CMC Markets UK.
In Peking starten inzwischen neue hochrangige Gespräche im Handelsstreit zwischen den USA und China - auf US-Seite vertreten durch den Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin.
Am deutschen Aktienmarkt steht erneut der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer im Mittelpunkt. Er erlitt im wichtigen US-Prozess um angeblich krebserregende Produkte der Tochter Monsanto eine herbe Niederlage. Die Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco urteilte, dass Monsanto für Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat haftbar ist und dem 70-jährigen Kläger Edwin Hardeman Schadenersatz in Gesamthöhe von 80,3 Millionen Dollar zahlen muss.
Ein Händler sprach von einer erneut schockierend hohen Summe - im schlimmsten Fall sei mit rund 40 Millionen Dollar gerechnet worden. Er erinnerte daran, dass Bayer bereits in einem vorangegangenen Prozess dazu verurteilt worden war, einem anderen Kläger einen fast ebenso hohen Schadensersatz zu zahlen. Auf der Handelsplattform Tradegate büßten die Aktien vorbörslich über eineinhalb Prozent ein.
Unterdessen prüft die Deutsche Bank einem „Handelsblatt“-Bericht zufolge ein Sparprogramm. Der Vorstand prüfe mit Blick auf die Entwicklungen im ersten Quartal, ob die bisherigen Sparpläne ausreichten, heißt es unter Berufung auf Finanzkreise. An anderer Stelle sei zu hören, dass die Bank ehrgeizigere Kostenziele ausgegeben habe. Der Grund sei den Insidern zufolge eine schwache Geschäftsentwicklung im ersten Quartal, die vor allem den Wertpapierhandel getroffen habe. Mit letzterer habe der Markt zwar schon gerechnet, doch in dem Artikel klinge an, dass die Lage dramatischer werde, kommentierte ein Börsianer.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA072 2019-03-28/08:39
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