Konsumentenschutz

Immer mehr Online-Shops setzen auf individuelle und flexible Preise

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Mehr als ein Drittel der Shops aus Österreich nutzten datenbasierte Preisgestaltung. Flug- und Hotelbuchungsplattformen bei Vorreiter bei flexiblen Preisen.

Wien — Je nach Wochentag, Uhrzeit und Wetter ändert sich bei manchen Online-Shops der Preis eines Produkts. Diese dynamische Preisgestaltung führt bei Konsumenten oftmals zu Verwunderung. Mehr als ein Drittel der Anbieter aus Österreich gaben bei einer Marketagent-Befragung an, datenbasierte Preisgestaltung zu nutzen.

Manche Onlinehändler verwenden auch eine personenbezogene Preisbildung basierend auf Surf- und Einkaufsverhalten, Standort oder Art des benutzten Endgeräts. Das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen hat erstmals 229 Online-Händler aus Österreich und 1000 österreichische Konsumenten zu ihren Erfahrungen bei der Preisgestaltung bzw. beim Online-Einkauf befragt. Mehr als ein Drittel der befragten Konsumenten haben Preisschwankungen noch nie bemerkt. Preisschwankungen wurden vor allem bei Flug- (28 Prozent) und Hotelbuchungen (26 Prozent) registriert.

Mobilitäts- und Car-Sharing-Anbieter holen auf

„Flug- und Hotelbuchungsplattformen sind Vorreiter bei der persönlichen Preisgestaltung, bei ihnen ist diese Praxis schon lange gang und gäbe", so Thorsten Behrens, Geschäftsführer des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens, am Donnerstag in einer Aussendung. Der Online-Handel und auch Mobilitäts- und Car-Sharing-Anbieter würden aufholen.

Behrens empfiehlt Verbrauchern, den Preis für ein bestimmtes Produkt zu unterschiedlichen Tages- und Wochenzeitpunkten abzurufen und in mehreren Shops zu vergleichen. „Ab und zu sollte auch der Browserspeicher gelöscht oder von einem anderen Gerät gesucht werden", so der Online-Experte. Dies erhöhe die Chance, den besten Preis zu bekommen.

Das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen für Online-Shops wird von der Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer sowie dem Wirtschaftsministerium unterstützt. Derzeit gibt es 285 zertifizierte Shops, darunter Decathlon, DiTech und Telering. (APA)

Vom ersten Klick zum Kauf

Die Online-Plattform ladenzeile.at hat eine Umfrage gemacht, wie lange Online Shoppe für ihre Kaufentscheidung brauchen.

Slowakei, in Tschechien und in Polen bei diesen drei Ländern liegt der Durchschnitt jeweils bei über sieben Tagen. Sehr gründlich überlegen sich Italiener ihre Entscheidung zum Kauf einer Sonnenbrille: 15 Tage und 18 Stunden. Die Franzosen hingegen sind sehr wählerisch wenn es um Ohrringe geht: 26 Tage, 6 Stunden und 58 Minuten werden benötigt, um das richtige Paar auszuwählen. Während in den meisten Ländern der Kauf von Jacken etwa eine Stunde und 10 Minuten dauert, brauchen Käufer in Österreich im Durchschnitt 6 Tage und 19 Stunden.

In Österreich scheint das Produkt, das am wenigsten Kopfzerbrechen bereitet, das Spielzeugauto zu sein: 1 Stunde und 23 Minuten — der Spitzenreiter unter den spontanen Käufen. Während bei der Wahl ihrer Einrichtung sich Österreicher sehr viel Zeit lassen: Für Lampen werden im Durchschnitt 10 Tage und 8 Stunden benötigt. Bei Clogs scheinen die Österreicher im europäischen Vergleich die schnellsten zu sein: 1 Stunde und 48 Minuten, während der Durchschnitt der Europäer hier bei 4 Tagen und 11 Stunden liegt.