166 Migranten in zehn Tagen auf Lampedusa eingetroffen
Rom/Lampedusa (APA) - Während die italienische Regierung weiterhin auf ihrer Politik der „geschlossenen Häfen“ beharrt, registriert die südi...
Rom/Lampedusa (APA) - Während die italienische Regierung weiterhin auf ihrer Politik der „geschlossenen Häfen“ beharrt, registriert die süditalienische Insel Lampedusa eine wachsende Zahl von Ankünften kleinerer Boote mit Migranten an Bord. 166 aus Tunesien abgefahrenen Migranten hätten in den vergangenen zehn Tagen die Insel erreicht, berichtete die römische Tageszeitung „La Repubblica“ (Donnerstagsausgabe).
Dabei handelt es sich um knapp weniger als ein Drittel der insgesamt 501 Migranten, die seit Jahresbeginn in Italien eingetroffen sind. Neun Migrantenlandungen wurden seit 1. Jänner auf Lampedusa gemeldet, im Vorjahr waren es 47 gewesen. Kleinere Boote landeten in den vergangenen Wochen auch auf Sardinien und in Kalabrien.
Unterdessen setzt das Innenministerium in Rom die Räumung von Europas größtem Flüchtlingslager im sizilianischen Mineo nahe Catania fort. Weitere 50 Asylwerber verließen am Donnerstag die Einrichtung an Bord von Bussen und wurden in kleineren Einrichtungen in Siracusa, Ragusa und Trapani auf Sizilien untergebracht, teilten die Behörden nach Medienangaben vom Donnerstag mit.
Derzeit befinden sich noch 619 Flüchtlinge in der Einrichtung in Mineo, in der zu Beginn 2019 noch 1.523 Menschen untergebracht waren. Die Flüchtlingseinrichtung soll bis Ende dieses Jahres komplett geschlossen werden.
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