Umfrage: Deutscher Grünen-Chef Habeck erstmals wichtigster Politiker

Mainz (APA/AFP) - Der Vorsitzende der deutschen Grünen, Robert Habeck, führt erstmals die Liste der wichtigsten Politiker in Deutschland im ...

Mainz (APA/AFP) - Der Vorsitzende der deutschen Grünen, Robert Habeck, führt erstmals die Liste der wichtigsten Politiker in Deutschland im „Politbarometer“ an. Habeck verdrängt in der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vom Spitzenplatz.

Auf der Skala von +5 bis -5 erhält Habeck einen Durchschnittswert von 1,4, vor zwei Wochen lag er bei 1,2. Merkel verliert leicht und kommt auf 1,3 (1,4). Den dritten Rang teilen sich Außenminister Heiko Maas (SPD), Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz sowie die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer mit jeweils einem Wert von 0,8. Kramp-Karrenbauer legt wieder leicht zu, nachdem sie in der Befragung vor zwei Wochen von einem Beliebtheitswert von 1,4 auf 0,7 eingebrochen war.

Wenn am nächsten Sonntag Europawahl wäre, käme die Union laut dem „Politbarometer“ auf 33 Prozent. Damit verliert sie in der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF zwar zwei Prozentpunkte gegenüber der Erhebung von vor zwei Wochen, läge aber zwei Monate vor der Europawahl am 26. Mai über dem Trend im Bund und deutlich vor SPD und Grünen.

Die beiden laut dem aktuellen „Politbarometer“ zweitstärksten Parteien bleiben konstant bei 18 Prozent. Die AfD gewinnt in der Umfrage gegenüber Mitte März einen Punkt hinzu und kommt auf zehn Prozent. Dahinter folgen die FDP mit sieben und die Linken mit sechs Prozent. Alle übrigen Parteien zusammen kommen auf acht Prozent (plus eins).

Insgesamt interessieren sich 41 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben stark für die Europawahl. Das ist eine Steigerung von 18 Punkten gegenüber März 2014. Insgesamt empfinden 49 Prozent der Umfrageteilnehmer die Stärkung des Zusammenhalts innerhalb der Europäischen Union als größte Herausforderung für die Staatengemeinschaft. An zweiter Stelle folgt die Bewältigung der Flüchtlingsprobleme mit 26 Prozent, zwölf Prozent nennen die Sicherung des Wohlstands der Bürger und zehn Prozent die Bedeutung Europas in der Welt.

Für das „Politbarometer“ befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Montag bis Mittwoch 1.325 Wahlberechtigte. Der Fehlerbereich liegt bei bis zu drei Prozentpunkten.