Präsidentenwahlen in Nordmazedonien - Kopf-an-Kopf-Rennen

Skopje (APA) - Wenige Tage vor dem offiziellen Wahlkampfauftakt am 1. April in Nordmazedonien deuten Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zw...

Skopje (APA) - Wenige Tage vor dem offiziellen Wahlkampfauftakt am 1. April in Nordmazedonien deuten Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den zwei Spitzenkandidaten für das Präsidentenamt, Stevo Pendarovski und Gordana Siljanovska Davkova, hin. Die Wahlen findet am 21. April statt. Die Stichwahl ist für 5. Mai geplant. Der aktuelle Präsident Gjorge Ivanov darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

In einer Telefonumfrage der Meinungsforschungsagentur M-Prospekt, deren Resultate am Donnerstag, veröffentlicht wurden, haben sich 25 Prozent der Befragten - insgesamt 1.200 Personen - für Stevo Pendarovski, den Kandidaten des Regierungsbündnisses um den Sozialdemokratischen Bund (SDSM) des Premiers Zoran Zaev ausgesprochen. Gordana Siljanovska Davkova, die Präsidentschaftskandidatin der oppositionellen VMRO-DPMNE, erhielt eine 22,4-prozentige Unterstützung. Blerim Reka, Kandidat von zwei kleinen Oppositionsparteien der albanischen Volksgruppe, wird von gut zehn Prozent der Befragten unterstützt.

Dieselbe Umfrage zeigte auch, dass Reka im ersten Wahldurchgang auch mit großer Unterstützung von Anhängern der regierenden albanischen DUI rechnen kann. In der Stichwahl würden sie allerdings den Präsidentschaftskandidaten des Regierungsbündnisses unterstützen, was Pendarovski laut der Umfrage mit 58,6 Prozent der Stimmen den Wahlsieg sichern würde. Pendarovski ist ein erster Präsidentschaftskandidat im Balkanland, der offiziell sowohl von slawisch-mazedonischen wie auch albanischen Parteien unterstützt wird.

Mit etwas klarerem Vorsprung vor Siljanovska Davkova dürfte Pendarovski im ersten Wahldurchgang laut einigen anderen Umfragen rechnen, die vom Regierungsbündnis in Auftrag gegeben wurde. Demnach dürfte er am 21. April etwa 90.000 Stimmen mehr als Siljanovska Davkova erhalten. Wahlberechtigt sind etwa 1,8 Millionen Bürger.