Volkstheater: Blümel stellt keine Subventionserhöhung in Aussicht
Wien (APA) - Der Ruf des Volkstheaters nach einer Subventionserhöhung um 3 Mio. Euro pro Jahr inklusive jährlicher Valorisierung stößt bei K...
Wien (APA) - Der Ruf des Volkstheaters nach einer Subventionserhöhung um 3 Mio. Euro pro Jahr inklusive jährlicher Valorisierung stößt bei Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) auf wenig Gehör. Am Rande einer Pressekonferenz zu den Bundesmuseen bat er am Donnerstag um „Verständnis, dass nicht immer alle Forderungen erfüllt werden können“. Der Ruf nach mehr Geld komme von vielen Seiten.
Es sei nicht endlos viel Geld vorhanden, alles müsse „im Rahmen gesehen werden“. Allein die vom früheren Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) „mäßig formelle Zusage“, für die Sanierung - ebenso wie die Stadt Wien - je 12 Mio. Euro bereitzustellen, habe Blümel „einiges an Nervenanstrengung gekostet, wie man dem auch nachkommen kann“. Schließlich sei die Summe - anders als bei der Stadt Wien - nicht ins Budget übernommen worden.
Er stehe jedoch zu dieser Zusage und man habe sich - wie bereits bekannt - darauf verständigt, das Geld für die Sanierung unter Auflagen bereitzustellen. „Der Bund kommt hier klar seiner moralischen Verpflichtung nach“, so Blümel, der jedoch über den Zuschuss zur Sanierung hinaus derzeit nicht über eine Subventionserhöhung für den laufenden Betrieb nachdenken möchte. Auch auf mehrmalige Nachfrage sagte Blümel: „Es kann nicht immer jeder Wunsch erfüllt werden.“
SPÖ-Kultursprecher Thomas Drozda forderte hingegen eine „gemeinsame Kraftanstrengung für das Volkstheater“: „Da darf sich auch der Bund nicht aus der Verantwortung ziehen.“ Der Schritt der Findungskommission, den Bewerbungsprozess für die künstlerische Leitung auszusetzen, zeige die dramatische Lage: „Ich unterstützte die Initiative der Kulturstadträtin (Veronica Kaup-Hasler, SPÖ, Anm.) in Wien, zuerst die finanziellen Grundvoraussetzungen für den Fortbestand des Volkstheaters zu schaffen und appelliere an Bundesminister Blümel, hier eine gemeinsame Lösung zu finden.“
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