Auch Frankreichs Notenbankchef für Überprüfung der Negativzinsen
Frankfurt (APA/Reuters) - Auch Frankreichs Notenbankchef hat sich für eine Überprüfung von Nebenwirkungen der Negativzinsen im Euroraum ausg...
Frankfurt (APA/Reuters) - Auch Frankreichs Notenbankchef hat sich für eine Überprüfung von Nebenwirkungen der Negativzinsen im Euroraum ausgesprochen. EZB-Chef Mario Draghi habe berechtigterweise betont, dass die Euro-Wächter die Kreditvergabe der Banken weiter beobachten müssten, sagte Francois Villeroy de Galhau am Donnerstag auf einer Veranstaltung in Paris.
Zudem müsse darüber nachgedacht werden, wie die positiven Auswirkungen der Minuszinsen für die Wirtschaft bewahrt und zugleich schädliche Nebenwirkungen abgemildert werden könnten.
Zuvor hatte Österreichs Notenbank-Chef Ewald Nowotny eine Entlastung der Geldhäuser als sinnvoll bezeichnet.
Vor allem Banken im Norden des Währungsraums klagen schon seit längerem, dass die negativen Einlagesätze an ihren Gewinnen zehren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Negativzinsen als Teil eines Maßnahmenbündels eingeführt, um eine gefährliche Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und stockenden Investitionen - in der Fachwelt Deflation genannt - zu vermeiden.
„Da diese Deflationsgefahren nun gewichen sind, besteht offensichtlich kein Grund mehr dafür, bei den Zinsen noch negativer zu gehen“, sagte Villeroy. Die EZB hatte erstmals 2014 ihren Einlagensatz in den Minusbereich gesetzt. Seitdem müssen Banken somit Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht überschüssige Liquidität bei der Notenbank parken. Seit März 2016 liegt der Satz bei minus 0,4 Prozent.
~ WEB http://www.ecb.int ~ APA423 2019-03-28/15:27
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