Hahn drängt zur schnellen Regierungsbildung in Sarajevo

Sarajevo (APA) - Fünf Monate nach den allgemeinen Wahlen in Bosnien-Herzegowina hat EU-Nachbarschaftskommissar Johannes Hahn die bosnische S...

Sarajevo (APA) - Fünf Monate nach den allgemeinen Wahlen in Bosnien-Herzegowina hat EU-Nachbarschaftskommissar Johannes Hahn die bosnische Staatsführung am Donnerstag zu einer raschen Regierungsbildung aufgefordert. Bei allgemeinen Wahlen im Oktober wurde auch das Parlament neu gewählt. Bisher gibt es noch keine Einigung auf eine gesamtstaatliche Regierung.

Bei einem Treffen mit Mitgliedern der dreiköpfigen Staatsführung - dem Bosniaken Sefik Dzaferovic, dem Serben Milorad Dodik und dem Kroaten Zeljko Komsic - in Sarajevo rief Hahn laut Medienberichten auch zur weiteren Umsetzung der zuvor vereinbarten Reformprozesse auf.

Bosnien bemüht sich derzeit um den Status als EU-Beitrittskandidat. Das Balkanland hatte im Februar 2018 der EU-Kommission den ausgefüllten Fragebogen mit insgesamt 3.000 Antworten übergeben und Anfang des Monats auch Antworten auf zusätzliche 655 Fragen zugestellt. Man hofft, dass Brüssel noch während der Amtszeit der aktuellen EU-Kommission, die Ende Oktober endet, eine Meinung dazu abgeben wird.