Italiens Regierungsparteien entzweit bei Venezuela-Votum

Rom (APA) - Bei einer Abstimmung über die Resolution des Europaparlaments, mit der Oppositionsführer Juan Guaido als rechtmäßiger Interimspr...

Rom (APA) - Bei einer Abstimmung über die Resolution des Europaparlaments, mit der Oppositionsführer Juan Guaido als rechtmäßiger Interimspräsident des südamerikanischen Landes anerkannt wurde, haben die italienischen Koalitionsparteien gegeneinander gestimmt. Während die rechtspopulistische Lega für die Resolution des EU-Parlaments stimmte, votierten die Parlamentarier der Fünf Sterne-Bewegung dagegen.

Die Resolution wurde dennoch mit 310 Stimmen und 120 Gegenstimmen verabschiedet. 152 Parlamentarier, vor allem Mandatare der oppositionellen Demokratischen Partei (PD), enthielten sich der Stimme.

Die italienische Regierung hat im Gegensatz zu den meisten EU-Ländern - darunter Österreich - den selbsternannten venezolanischen Interimspräsidenten Juan Guaido bisher nicht anerkannt. Der italienische Vizepremier und Chef der Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, forderte, dass Italien in Sachen Venezuela neutral bleiben müsse. Die venezolanischen Bürger sollten ihre Zukunft auf friedliche und demokratische Weise selbst bestimmen.