Nationalrat: Klima-Dringliche 2 -Köstinger verteidigt sich

Wien (APA) - Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat in der Beantwortung des „Dringlichen Antrags“ von JETZT betont, dass sie die Anl...

Wien (APA) - Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat in der Beantwortung des „Dringlichen Antrags“ von JETZT betont, dass sie die Anliegen der Jugendinitiative „Fridays for Future“ ernst nehme und sogar Hoffnung in die Bewegung setze. Konkret würde es Köstinger begrüßen, wenn so der von ihr schon längst verfolgte CO2-Mindestpreis Realität würde.

Es brauche gleiche Regeln für Unternehmer in ganze Europa. So könne dann auch maßgeblich CO2 eingespart werden. Dass in Österreich alles schlecht sei, bestritt die Ministerin. Immerhin komme 70 Prozent der Energie aus „Erneuerbaren“ und das ohne Atomstrom, gegen den Österreich auch auf EU-Ebene konsequent eintrete.

Auch sonst sei die Regierung aktiv, verwies Köstinger etwa auf das Paket zur Reduktion des Plastikmülls. Gleichzeitig betonte sie die Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr, die unter österreichischer Ratspräsidentschaft in die Wege geleitet worden seien.

Die Liste JETZT nahm die Umweltministerin in die Pflicht. Denn diese habe die Verantwortung erst jüngst nicht wahrgenommen, als sie gegen die Ökostromnovelle gestimmt habe, die Biomasse-Anlagen vor der Schließung schützen hätte sollen.

JETZT-Abgeordnete Stephanie Cox hatte davor in einer Art 20-minütiger Dauerschleife betont, für die Zukunft der Kinder am Podium zu stehen. Junge Menschen wollten keine offenen Ohren, Handshakes oder Fotos: „Wir wollen Handlungen“, wandte sich Cox gegen reine PR-Maßnahmen.

Die Klimakrise sei kein Bobothema oder ähnliches: „Wir stecken mittendrin. Das ist Realität.“ Entgegentreten hätte man dem schon vor 30 Jahren müssen. Dann wären nicht so drastische Maßnahmen wie jetzt notwendig.