AstraZeneca besorgt sich frisches Geld für Forschungskooperation

London/Tokio (APA/dpa-AFX/Reuters) - Der britische Arzneimittelhersteller AstraZeneca will sich an der Börse Geld für eine Krebsforschungsko...

London/Tokio (APA/dpa-AFX/Reuters) - Der britische Arzneimittelhersteller AstraZeneca will sich an der Börse Geld für eine Krebsforschungskooperation beschaffen. Im Zuge der Kapitalerhöhung sollen bis zu rund 3,5 Mrd. US-Dollar (3,1 Mrd. Euro) eingenommen werden, wie der Konzern in der Nacht zum Freitag mitteilte. Das entspricht etwas mehr als drei Prozent des aktuellen Börsenwerts der Briten.

Ein Teil des Geldes soll in die im gleichen Zuge angekündigte Krebsforschungszusammenarbeit mit dem japanischen Pharmaunternehmen Daiichi Sankyo fließen. Dabei gehe es um die Entwicklung und den Verkauf des Wirkstoffs Trastuzumab Deruxtecan etwa gegen bestimmte Brust- und Magenkrebsarten. Einen weiteren Teil will AstraZeneca in die Rückzahlung einer Anleihe stecken.

Der Deal um das Medikament Trastuzumab Deruxtecan sieht vor, dass AstraZeneca bis zu 6,9 Mrd. Dollar an Daiichi zahlt, darunter eine Vorauszahlung von 1,35 Mrd. Dollar. Die Daiichi-Aktien legten in Tokio um rund 16 Prozent zu.

Unter dem Strich erwartet das AstraZeneca-Management keine Belastung durch die Transaktionen beim Gewinn je Aktie im laufenden Jahr. Ab 2020 wird mit einem leicht positiven Beitrag gerechnet und ab 2023 dann mit einem deutlich positiven.

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