Europas Leitbörsen zur Eröffnung mit Gewinnen erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen dürften am Freitag überwiegend mit Kursgewinnen in den Handel starten. Weiterh...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen dürften am Freitag überwiegend mit Kursgewinnen in den Handel starten. Weiterhin stehen die Abstimmungen zum Brexit-Deal im Fokus, doch auch der US-chinesische Handelsstreit wird aufmerksam verfolgt. Der Future auf den Eurozonen-Leitindex indizierte eine halbe Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,65 Prozent, für den DAX zeichnete sich ein ähnliches Plus ab.

Aktien würden nun gekauft, weil die Anleger das Ausbleiben eines chaotischen Brexit sowie einen Handelsdeal zwischen den USA und China antizipierten, konstatierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Nach monatelangen Hängepartien gibt es bisher bei beiden Themen aber noch keinen Durchbruch: Im US-chinesischen Handelskonflikt werden die hochrangigen Gespräche in Peking an diesem Freitag fortgesetzt. Am Nachmittag stimmt zudem das britische Parlament erneut über das EU-Austrittsabkommen ab.

Geplant ist nun, das Vertragspaket zum EU-Austritt in zwei Teile zu zerlegen. Demnach soll am Freitag nur der Vertrag über den Austritt, nicht aber die politische Erklärung über die künftigen Beziehungen zur Abstimmung stehen. Ob das beim Thema Brexit völlig zerstrittene Unterhaus dem Vertrag nunmehr zustimmt, ist allerdings sehr fraglich.

Während in den USA Stimmungsdaten aus der amerikanischen Wirtschaft anstehen, haben auf Unternehmensseite die Anleger noch einige Jahreszahlen zu verdauen: Den Bilanzreigen dieser Woche, der in Deutschland hauptsächlich bei den Nebenwerten stattfand, beschließen der Bausoftwarehersteller Nemetschek und der Wettbewerber RIB Software sowie der Klinikbetreiber Rhön Klinikumn und der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus.

Telekom-Papiere werden an diesem Tag ex-Dividende gehandelt. Kursverluste sind daher vor allem rein optischer Natur. Neuigkeiten aus den USA könnten die Stimmung jedoch trüben: Ein Händler verwies auf Medienberichte, wonach womöglich einige US-Staaten gegen die geplante Fusion der Tochter T-Mobile US und Sprint klagen könnte, selbst wenn das Justizministerium den Deal durchwinken sollte. Die Papiere beider US-Unternehmen hatten am Vorabend an der Wall Street bereits deutlich verloren.

Ein neuerlicher negativer Bericht der „Financial Times“ belastete vorbörslich den Zahlungsabwickler Wirecard. Die Aktie waren am Dienstag kometenartig hochgeschossen, nachdem das Unternehmen sich im Zusammenhang mit Vorwürfen der Zeitung entlasten konnte, hatten seitdem aber wieder etwas abgegeben.

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