Europas Leitbörsen am Vormittag mit Gewinnen

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben sich am Freitagvormittag mit Kursgewinnen gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben sich am Freitagvormittag mit Kursgewinnen gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.20 Uhr mit plus 0,53 Prozent oder 17,67 Punkte bei 3.337,96 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 0,40 Prozent oder 46,19 Zähler auf 11.474,35 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 0,51 Prozent oder 37,03 Einheiten auf 7.271,36 Punkte.

Zuvor hatten die asiatischen Börsen durchwegs gute Vorgaben geliefert. Fortschritte im US-chinesischen Handelsstreit dürften für eine positive Grundstimmung gesorgt haben. Vertreter der beiden größten Volkswirtschaften der Welt haben am Freitag in Peking ihre Verhandlungen fortgesetzt. Beide Seiten zeigten sich optimistisch, machten aber keine detaillierten Angaben zum Stand der Gespräche.

Zudem blicken Marktteilnehmer weiterhin mit Spannung nach London, wo das Parlament am Nachmittag erneut über das EU-Austrittsabkommen abstimmt. Ob das völlig zerstrittene Unterhaus dem Vertrag nun zustimmt, bleibt weiterhin fraglich.

Aus aktuellen Zahlen geht hervor, dass der deutsche Einzelhandel weiterhin gute Geschäfte macht. Der Umsatz stieg im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 4,7 Prozent. Am Nachmittag könnten Stimmungsdaten aus den USA noch für Bewegung sorgen.

Unter den Einzelwerten steht in Frankfurt TUI mit einer Gewinnwarnung im Vordergrund. TUI-Chef Fritz Joussen hat für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September deutliche Gewinneinbuße in Aussicht gestellt. Infolge von Flugverboten für sein Modell 737-Max muss der Reisekonzern nun Ersatzflugzeuge anmieten. Die TUI-Aktie tendierte am Vormittag um 8,3 Prozent tiefer.

Unterdessen bewegten in London Unternehmensnachrichten zu AstraZeneca. In der Nacht auf Freitag hat der Arzneimittelhersteller angekündigt, sich an der Börse Geld für eine Krebsforschungskooperation beschaffen. Die AstraZeneca-Aktien büßten 3,9 Prozent ein.

In Stockholm sackten die Papiere von Swedbank und Nordea um 8,6 bzw. 10,3 Prozent ab. Einem Medienbericht zufolge sind die beiden skandinavischen Banken ins Visier der New Yorker Finanzaufsicht DFS geraten. Demnach verlangt die Behörde Aufklärung über Geschäfte mit der in einen Geldwäsche-Skandal verwickelten Danske Bank.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA172 2019-03-29/10:41