Bundesmuseen: Direktorenkonferenz begrüßt Initiative „grundsätzlich“

Wien (APA) - Ab 2020 soll der Bundesmuseenkonferenz eine Service GmbH und ein Generalsekretär zur Seite gestellt werden, der den jeweiligen ...

Wien (APA) - Ab 2020 soll der Bundesmuseenkonferenz eine Service GmbH und ein Generalsekretär zur Seite gestellt werden, der den jeweiligen Vorsitzenden der Direktorenkonferenz „operativ unterstützen“ soll. Ebenso angekündigt hat Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) eine „Aufwertung der Bundesmuseenkonferenz mit einer legistischen Umsetzung im Gesetz“. In einer ersten Reaktion zeigen sich die Museen abwartend.

„Die Bundesmuseenkonferenz begrüßt grundsätzlich die Initiative des Bundesministers, vor allem in Hinblick auf deren Stärkung, wobei die Details in den kommenden Monaten ausgearbeitet werden müssen“, heißt es in einem auf APA-Anfrage übermittelten gemeinsamen Statement der Bundesmuseenkonferenz, deren Vorsitz derzeit mumok-Direktorin Karola Kraus innehat. Der APA beantwortete Kraus schriftlich einige Nachfragen.

APA: Wie stark waren die Direktoren in den Prozess eingebunden, der nun zur Lösung mit einer Service-Gmbh und einem Generalsekretär geführt hat?

Karola Kraus: Die Direktorinnen und Direktoren haben Vorschläge für die Stärkung der Bundesmuseenkonferenz erarbeitet. Die Entscheidung für eine Service-GmbH traf der Bundesminister.

APA: Welche Potenziale sind durch die neuen Strukturen zu erwarten, an welchen Schrauben kann man strukturell und organisatorisch drehen?

Kraus: Die Bundesmuseenkonferenz wird in den nächsten Wochen gemeinsame Projekte evaluieren.

APA: Wie hoch schätzen die Direktoren die Ersparnis ein? Der Minister nannte einen einstelligen Millionen-Betrag.

Kraus: Diese Frage kann aus heutiger Sicht nicht beantwortet werden.

APA: Wie ist die Hierarchie angedacht - hat der Generalsekretär Weisungsbefugnis?

Kraus: Wie der Bundesminister ausgeführt hat, unterstützt der Generalsekretär den jeweiligen Vorsitzenden der Bundesmuseenkonferenz in seiner/ihrer Vorsitzführung. Die umzusetzenden gemeinsamen Projekte bzw. Themenfelder werden in der Bundesmuseenkonferenz beschlossen.

APA: Welche Erwartungen hegt man an die neue GmbH beziehungsweise den Generalsekretär?

Kraus: Eine aufgeschlossene Zusammenarbeit. Es gibt Bereiche, bei denen „shared services“ sinnvoll ist, wie zum Beispiel ein gemeinsames Zentraldepot, das auf lange Sicht gesehen große Einsparpotenziale mit sich bringen würde.

APA: Welche andere Lösung hätte sich die Direktorenkonferenz gewünscht? Was wäre dringender zu regeln gewesen?

Kraus: Die Stärkung der Direktorenkonferenz war eines der großen Anliegen der Bundesmuseen/ÖNB.

(Die Fragen stellte Sonja Harter/APA)