Unruhen im Gazastreifen behindern Rettung von Zootieren

Gaza/Rafah (APA) - Anhaltende Unruhen im Gazastreifen schieben einer Rettungsaktion für verwahrloste Zootiere vorerst einen Riegel vor. Der ...

Gaza/Rafah (APA) - Anhaltende Unruhen im Gazastreifen schieben einer Rettungsaktion für verwahrloste Zootiere vorerst einen Riegel vor. Der für Ende März geplante Abtransport soll nachgeholt werden, sobald sich die Lage entspannt, teilte die Tierschutzorganisation Vier Pfoten mit.

„Das ursprüngliche Vorhaben war, über 40 Tiere aus dem verwahrlosten Zoo in Rafah zu evakuieren und in Tierschutzzentren in Jordanien und Südafrika unterzubringen“, berichteten die Tierschützer. Seit Montag versuchten sie mehrmals einzureisen, doch alle Grenzen seien wegen der jüngsten Spannungen gesperrt gewesen.

„In der Zwischenzeit unterstützen lokale Helfer uns mit der Fütterung der Tiere“, hieß es am Freitag. Die über 40 Zoobewohner, darunter fünf Löwen, eine Hyäne, Affen, Wölfe, Stachelschweine, Füchse, Katzen, Hunde, Emus und Strauße, stehen im Fokus der bisher größten Rettungsmission von Vier Pfoten. „Egal, wie lange wir warten müssen, wir lassen die Tiere des Rafah Zoos nicht im Stich“, sagte der Veterinär Amir Khalil, der 2014 und 2016 bereits andere zwei Tiergärten in Gaza evakuieren half. Der Zoo von Rafah hatte erst kürzlich wieder für Negativschlagzeilen gesorgt, nachdem dort vier Löwenwelpen erfroren waren.